Leistungsschau des Bundesheeres lockte die Massen auf den Heldenplatz

Besonders die Kleinen hatten Spaß am Wiener Heldenplatz.
Besonders die Kleinen hatten Spaß am Wiener Heldenplatz. - © APA
Rekordbesucherzahl: Auch bei der 20. und vorerst letzten Ausgabe am Wiener Heldenplatz schoben sich am Montag die Massen zwischen Helikoptern, Panzerfahrzeugen und Brezelstand. Auch Panzer, Hubschrauber, Eurofighter oder Flugsimulator konnten live begutachtet werden.

Das Militärkommando Wien meldete einen neuen Rekord, über 1,5 Mio. Menschen haben die Schau demnach zwischen Freitag und Montag besucht.

Bevor die Leistungsschau diversen Baustellen weichen muss, schoss das Bundesheer heuer noch einmal aus vollen Rohren: Ob Panzer, Hubschrauber, Eurofighter oder Flugsimulator, das Militär wartete mit allen Attraktionen auf, die man so zu bieten hat. Dementsprechend standen sich Montagnachmittag bei mittlerweile kühlem, aber trockenem Herbstwetter Jung und Alt die Beine in den Bauch, um in den diversen Geräten Probe zu sitzen.

Besonders Kinder hatten Spaß bei Leistungsschau

Die Kinder fliegen wie immer vor allem auf die Hubschrauber: “Du musst warten, Schatzi!”, “Dableiben, du bist noch nicht dran!”, müssen die Mütter in der Menschentraube vor der Agusta Bell ihre Söhne regelrecht zurückhalten. Einmal oben auf dem imposanten Sitz, um fürs obligatorische Handyfoto zu posieren, schaut der eine oder andere dann doch ein bisschen schüchtern drein.

Zwischen blauer Zuckerwatte und der typischen Langos-Knoblauch-Wolke sorgen Soldaten in Tarnmontur für Staunen, während Papas ihren Familien stolz von ihrer Zeit beim Militär erzählen. “Mit dem bin ich schon mitgeflogen”, beeindruckt ein Vater seinen Sohn vorm Black Hawk. Ein anderer nutzt den Moment, in dem die kleine Tochter mit dem Minensuchgerät nach Bierkronen im gatschigen Boden stöbert, zum Fachsimpeln über die unterschiedlichen Modelle. Offensichtlich keinen Treffer landet daneben ein Spaßvogel mit einem “Kompliment” an seine Ehefrau: “Kampfmittelabwehr – krieg i da was gegen di?”

Eurofighter und Co. am Heldenplatz

Besser gelaunt, obwohl sie länger anstehen müssen, sind die Besucher ein paar Meter weiter vorm Eurofighter-Modell. Die Wartezeit von rund einer Stunde nehmen viele gerne in Kauf – “die Gelegenheit hat man ja nicht jeden Tag”, meint eine Frau um die 40. Die Korruptionsvorwürfe rund um den Kauf der Flieger seien zwar schon noch präsent, “aber in dem Fall ist das nicht vorrangig”.

Beeindruckt zeigt sich auch ein älteres Ehepaar, das zum ersten Mal zur Leistungsschau gekommen ist – “weil es das letzte Mal ist”. Wo die Show künftig über die Bühne gehen soll – im Gespräch ist ja etwa die Donauinsel – beschäftigt die Besucher am Montag nicht wirklich. Stattfinden soll sie aber auf jeden Fall wieder, meint eine junge Frau, die immer mit ihrem technikinteressierten Bruder herkommt: “Weil es Tradition ist – es war immer schon so, seit ich denken kann.”

(APA)

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