Leistungsschau als Publikumsmagnet am Nationalfeiertag 2016

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Die Leistungsschau erfreute sich wieder großer Beliebtheit.
Die Leistungsschau erfreute sich wieder großer Beliebtheit. - © APA
Zwischen Samstag und Mittwochnachmittag zählte das Militär rund 1,3 Millionen Besucher, die sich an mehreren Standorten in der Innenstadt rund um den Heldenplatz zwischen Hubschraubern und Panzern tummelten.

Weil am Heldenplatz Umbauarbeiten stattfinden, war der Platz fürs militärische Freiluftmuseum dort heuer beschränkt, das Heer wich auch auf umliegende Plätze aus. Rund ums Burgtheater schoben sich die Massen, besonders beliebt waren wie immer die mächtigen Panzerfahrzeuge.

Während ein Kind nach dem anderen zum Probesitzen hinein- und wieder hinausgehoben wurde, interessierten sich die Erwachsenen eher für die Hardfacts, etwa wie schnell der Leopard-Panzer fahren kann oder wie viel Sprit er schluckt. “Der hat schon an Durscht a”, zeigte sich ein Besucher zwischen Zuckerwatte und Schaumrollen beeindruckt.

Viele Kinder bewunderten Leistungsschau

Beim Sanitätsfahrzeug mussten die Soldaten den Besuchern nicht nur das Innenleben erklären, sondern auch, warum der eine oder andere von ihnen einen hippen Bart trägt: “Da gibt es einen neuen Erlass, der erlaubt das.” “Alles wird ein bisschen lockerer”, übersetzt der erstaunte Vater seinen Kindern. Faszinierend waren für viele Besucher auch heuer wieder die Hubschrauber des Militärs, die Ballonverkäufer konnten sich denn auch über reißenden Absatz von blitzblauen und grünen, schwebenden Helikopter freuen. Ums Eck ließen dann die “voll süßen”, aufgeweckten Rottweiler des Militärhundezentrums die Herzen von Groß und Klein höher schlagen.

Dass die Wege dieses Jahr zwischen Heldenplatz, Burgtheater, Teinfaltstraße, Schottengasse, Freyung und Am Hof etwas weiter waren als sonst, wurde von den Besuchern unterschiedlich aufgenommen: “Ein bissl lästig ist es schon”, merkte eine junge Frau an. Ein anderer Militär-Fan fand das Konzept dagegen “ganz nett zum Durchspazieren, es ist nicht alles so geballt.”

Van der Bellen als Fotomagnet

Von Gedränge ein Lied singen kann übrigens auch der Grüne Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen, der sich einmal mehr als Fotomagnet entpuppte. Er schaute laut seinem Wahlkampfteam wegen der Angelobung des Neffen zweiten Grades seiner Ehefrau am Heldenplatz vorbei. Besucher und Rekruten rissen sich um ein Bild mit dem früheren Grünen-Chef. Auch Touristen wollten ein Selfie – das Chaos um die Wahl hat offensichtlich aber nicht jeder mitbekommen: “Er ist der Präsident”, freute sich ein Tourist über seine Foto-Beute.

Mit Verspätung schaffte es Van der Bellen dann doch noch zum Posieren mit Gattin und Neffen in Uniform für die professionellen Fotografen.

Großer Andrang auch im Bundeskanzleramt

Großer Andrang herrschte auch beim Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) begrüßte die Besucher, schüttelte Hände und ließ sich fotografieren. “Es macht riesen Spaß”, sagte er über seinen ersten Auftritt als Gastgeber beim Tag der offenen Tür am Nationalfeiertag. “Es ist ein sehr entspannter Nachmittag.”

Auch Englisch sprechende Touristen interessierten sich für den Kanzler, der auf seinem Rundgang durch die Räume des Bundeskanzleramts immer wieder für Staus sorgte. Dem Kanzleramtsminister Thomas Drozda (SPÖ) lief Kern zwar deutlich den Rang ab, doch auch Drozda ließ sich mit einigen Besuchern fotografieren und erklärte ihnen geduldig die Räumlichkeiten.

10.000 Besucher am ersten Tag im Offenen Parlament

Das Kunstprojekt “Im Herzen der Demokratie” war ein besonderer Publikumsmagnet am letzten Tag der offenen Tür vor der Generalsanierung des Parlamentsgebäudes. Am Nationalfeiertag interpretierten 35 Schauspieler und Musiker fast acht Stunden lang Texte namhafter deutschsprachiger AutorInnen zum Thema Demokratie in zehn ganz unterschiedlichen Räume im Hohen Haus. Auf einer Social-Media-Wall konnte das Publikum mit Hashtag #DemokratieImHerzen die Eindrücke teilen.Neben zahlreichen Besuchern aus dem Inland nutzten auch viele Touristen den Tag des “Offenen Parlaments”, um den Sitz der österreichischen Legislative zu erkunden und Mandatare zu treffen. Mehr als 10.000 Besucher wurden insgesamt im Hohen Haus und im Palais Epstein, in dem die Demokratiewerkstatt des Parlaments zur politischen Bildung für Kinder und Jugendliche untergebracht ist, gezählt. Bis zur verlängerten Öffnungszeit um 17.30 Uhr riss die Warteschlange vor dem Parlament nicht ab.

Das Kunstprojekt kann am Donnerstag noch von 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr erlebt werden. Einlass ist bis ca. 21.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(APA)

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