Leer stehende Pfarrhöfe in NÖ werden zu Flüchtlingsquartieren

Leer stehende Pfarrhöfe in NÖ werden zu Quartieren
Leer stehende Pfarrhöfe in NÖ werden zu Quartieren - © APA
In 13 Pfarren der Diözese St. Pölten werden in diesem Jahr Wohnungen für Flüchtlinge in bisher leer stehenden Pfarrhöfen hergerichtet.

Insgesamt sind Quartiere in 33 Pfarren in Vorbereitung. Von den Gesamtinvestitionen in Unterkünfte von 566.000 Euro übernimmt die Diözese 460.000 Euro, der Rest kommt von den Pfarren bzw. Stiften, hieß es in einer Aussendung.

Neue Quartiere für Flüchtlinge

Neu einziehen sollen Flüchtlinge im Waldviertel in Pfarrhäuser in Brand bei Gmünd, Burgschleinitz, Franzen, Gastern, Gföhl, Langegg und Waldkirchen. Gemeinsam mit dem Stift Herzogenburg werden Unterkünfte in Inzersdorf/Traisen und Nußdorf/Traisen geschaffen. Ebenfalls im Mostviertel sind Adaptierungen in Krummnußbaum, Michelbach, Totzenbach und Traismauer geplant. In den Pfarrhöfen in Ober-Grafendorf (Bezirk St. Pölten) und Rohrendorf bei Krems wurde bereits bis Ende 2015 jeweils eine Wohnung für eine Familie eingerichtet.

Adaptierungen werden vorgenommen

Da die Pfarrhöfe teilweise schon jahrelang leerstehen, sei für die Adaptierung von Wohneinheiten vor allem die Erneuerung der Haustechnik und der Sanitäranlagen notwendig, erklärte der Leiter des Diözesanbauamts, Philipp Orange. Bei den Renovierungen werde darauf geachtet, dass eine Nachnutzung möglich sei. “Da wir nicht wissen können, wie lange die Flüchtlinge bleiben, müssen die Adaptierungen auch für eine nachfolgende Vermietung sinnvoll sein”, sagte Orange.

Derzeit sind 289 Flüchtlinge in Einrichtungen von 34 Pfarren untergebracht. Von Pfarren werden in privaten – teilweise angemieteten – Unterkünften 649 Personen in 60 Pfarren und in Quartieren der Grundversorgung 669 Asylwerber in 33 Pfarren betreut, teilte die Diözese St. Pölten am Montag auf Anfrage mit.

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(APA)

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