Lebensgefährtin erwürgt: Burgenländer zu Haftstrafe verurteilt

Ein 70-jähriger Burgenländer wurde am Donnerstag verurteilt
Ein 70-jähriger Burgenländer wurde am Donnerstag verurteilt - © APA (Sujet)
Ein Geschworenensenat hat einen 70-jährigen Burgenländer, der im Dezember 2016 seine Lebensgefährtin erwürgt haben soll, zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt.

Am Donnerstag wurde der Mann mit 5:3 Stimmen wegen Mordes schuldig gesprochen, ob der Burgenländer zu Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig war wurde mit 8:0 Stimmen verneint.

Burgenländer nach Mord an Lebensgefährtin schuldig gesprochen

“Die Geschworenen sind zur Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte hier eine Vorsatztat begangen hat”, sagte der Vorsitzende des Senats, Wolfgang Rauter, bei der Urteilsverkündung. Es sei jedoch eine Vielzahl von Milderungsgründen zu berücksichtigen, die das Verschulden des Angeklagten relativierten. Als mildernd wertete das Gericht die bisherige Unbescholtenheit des 70-Jährigen, sein Tatsachengeständnis, das “eigentlich ein reumütiges Geständnis” gewesen sei, sowie die “intellektuelle Minderbegabung” des Angeklagten.

Urteil ist rechtskräftig

Außerdem habe man sich “im Nahbereich” der allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung (Totschlag, Anm.) befunden, diese jedoch nicht als erfüllt angesehen, erläuterte der Vorsitzende. Weiters habe auch das Verhalten des Opfers zur Tathandlung beigetragen. Das Urteil ist rechtskräftig: Der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Der Verurteile verzichtete auf Rechtsmittel.

(APA/Red.)

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