"Lebensfreude pur": Afrika Tage auf der Donauinsel

"Lebensfreude pur": Afrika Tage auf der Donauinsel
Das Donauinselfest ist gerade vorbei, da lockt die Insel schon wieder: Ab 24. Juli bieten die “Afrika Tage” Musik, Bazar und soziale Projekte nahe der Floridsdorfer Brücke.

Die Wiener Donauinsel wird ab 24. Juli wieder Schauplatz für afrikanische Kunst und Kultur: Zehn Tage lang, vom 24. Juli bis zum 2. August, werden bei den Afrika Tagen zahlreiche Musikdarbietungen, Lesungen, Gastrospezialitäten und ein eigenes Kinderprogramm geboten.

Auf dem 40.000 Quadratmeter großen Gelände rund um die Floridsdorfer Brücke soll jedoch auch das soziale Engagement nicht zu kurz kommen, zeigte die Programmpräsentation am Donnerstag.

Als einer der musikalischen Höhepunkte hat sich bei der fünften Auflage des Festivals die US-amerikanische Sängerin Marla Glen angekündigt, die Soul und Blues mit Elementen afrikanischer Ethno-Musik kombiniert und unter anderem mit einer James-Brown-Coverversion von “It’s a man’s world” einem größeren Publikum bekannt wurde. Der heimische Künstler Hans Theessink wird wiederum mit Insingizi, einer Drei-Mann-Combo aus Simbabwe, auf der Bühne stehen. Auch Kurt “Love Machine” Hauenstein alias Supermax wird die Insel beehren, so der aus Ägypten stammende Veranstalter Medhat Abdelati.

“Lebensfreude pur” verspricht – laut Homepage – der große Bazar, das Herzstück der Veranstaltung. Neben Kunsthandwerk aus Afrika, Trommel- und Tanzworkshops gibt es dort auch Köstlichkeiten abseits von Kochbanane und Couscous zu entdecken. Suya, Dundun oder Bissap sollen unter anderem serviert werden. Ein spezielles Kinderprogramm lädt nicht nur zum Basteln mit Naturmaterialien, Bemalen von Keramik oder zum “großen Afrikaspiel”, sondern gibt zudem Einblicke in die afrikanischen Sprachen Suaheli und Lingala sowie in traditionelle Märchen.

Bei aller Unbeschwertheit sollen jedoch soziale Aspekte nicht vergessen werden. Zahlreiche Vereine und Initiativen unterstützen auch heuer wieder die Afrika Tage und machen vor Ort auf ihre Projekte und Anliegen aufmerksam. Mit dabei beispielsweise einmal mehr Ute Bock mit “Bock auf Bier”, wobei pro getrunkenem Krügel oder Seidel zehn Cent an deren Flüchtlingsprojekt gehen.

Vertreten sind weiters der Verein “Fair und sensibel”, der sich um den Abbau von gegenseitigen Vorurteilen zwischen Polizisten und Menschen afrikanischer Herkunft kümmert, Amnesty International oder die Wiener Aidshilfe. Eine Podiumsdiskussion widmet sich schließlich Gemeinsamkeiten und Unterschieden “schwarzer” und “weißer” Kulturen.

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