Lebensbedrohliche Kindersitze

Im aktuellen Test des ADAC haben drei von insgesamt 16 getesteten Modellen mit mangelhaft abgeschlossen.

Ganze drei Modelle sind im Herbst 2016 durch den Kindersitz-Test des ADAC gefallen, beziehungsweise “geflogen”, wenn man sich die dazugehörigen Aufnahmen der Chrash-Tests ansieht. Beim Automobilclub wurde im vergangenen Jahr der Testablauf für Kindersitze überarbeitet und dem Stand der Technik angepasst. Insgesamt liegen die Anforderungen nun höher als in den Vorjahren. Drei Sitze bekamen das Testurteil mangelhaft, erklärt ADAC-Sprecherin Melanie Mikulla: “Zwei davon sind tatsächlich beim Frontalcrash durchgefallen. Das heißt, da haben sich die Sitze aus der Befestigung gelöst, sind rausgebrochen. Das ist natürlich lebensbedrohlich, sowohl fürs Kind, als auch natürlich für den Fahrer des Autos, oder für den, der vor dem Kindersitz sitzt.”

Einen Sitz ließen die Tester wegen schwerer Bedienbarkeit durchfallen, die Fehlbedienungsgefahr sei groß. Immerhin: Neun Modelle erhielten das Testurteil „gut”, zwei weitere ein „befriedigend”. Diese Sitze übertreffen die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich. Sicherheit muss dabei nicht unbedingt teuer sein, so das Fazit des ADAC. Bei manchem Sitz ist sogar das Gegenteil der Fall.

“Wir haben, zum Beispiel, in diesem Jahr einen Sitz mitgetestet, der für in etwa 65 Euro zu haben ist, aber dennoch ganz gute Ergebnisse liefert. Im Gegensatz dazu, haben wir bei den schlecht bewerteten Sitzen, in diesem Jahr, sehr hochpreisige Sitze am Start.”

Wer auf der Suche nach einem neuen Kindersitz ist, sollte sich zwar vorab informieren, aber dann auch ausprobieren, ob der Sitz ins Auto passe, so der ADAC.

(Reuters)

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