“Land in Sicht”: Wiener Filmarchiv bietet Flüchtlingsfilmen ein Zuhause

LAMPEDUSA IM WINTER, J. Brossmann 2015
LAMPEDUSA IM WINTER, J. Brossmann 2015 - © Filmarchiv Austria
Seit gut zwei Wochen beherbergt das Filmarchiv Austria an seinem Standort im Wiener Augarten Flüchtlingsfamilien. Manche der zehn Flüchtlinge sollen dabei auch in die am Montag startende Filmschau eingebunden werden, die unter dem Titel “Land in Sicht” sich just dem Thema Flucht widmet.

Bis 4. Dezember möchte man Gegenbilder zu den tagesaktuellen Medienbeiträgen zeigen. Den Auftakt am Montag macht “Marzia, My Friend” der finnischen Regisseurin Kirsi Mattila.

Programm bei Filmarchiv-Filmschau “Land in Sicht”

Der Film dokumentiert die Geschichte eines Mädchens in Afghanistan und feiert seine Österreichpremiere im Metro Kinokulturhaus. Zu den weiteren Höhepunkten gehören der Cannes-Gewinner “Dheepan” von Jacques Audiard über eine Flüchtlingsfamilie aus Sri Lanka, der Animationsfilm “Persepolis” von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud oder Michael Winterbottoms “In This World”. Aus Österreich sind Sudabeh Mortezais “Macondo”, Jakob Brossmanns aktuelle Dokumentation “Lampedusa im Winter” oder “Everyday Rebellion” der Riahi-Brothers zu sehen.

Hinzu kommt ein umfangreiches Begleitprogramm. So sollen die cineastischen Geschichten im Rahmen des “Open Archive”-Projekts von einer Reihe Handyaufnahmen flankiert werden, die teils von den im Augarten untergebrachten Flüchtlingen stammen. Unter dem Titel “Flüchtlinge: Bilder und Wirklichkeiten” diskutieren Regisseur Arash T. Riahi, der Traiskirchener Bürgermeister Andreas Babler und andere am 15. November die aktuellen Medienbilder über die Flüchtlingslage. Und tags darauf gibt die Wiener Tschuschenkapelle gemeinsam mit Walther Soyka und Jelena Poprzan ein Benefizkonzert im Metro Kinokulturhaus.

Mehr zu “Land in Sicht” im Wiener Filmarchiv lesen Sie hier.

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