Kurze Verschnaufpause für die Hitzewelle

Kurze Verschnaufpause für die Hitzewelle
Die Hitzewelle gönnt sich eine kurze Verschnaufpause. Während bis Samstag die Quecksilbersäulen erneut auf Spitzenwerte jenseits der 35 Grad klettern, sollen Unwetter am Sonntag kurzfristig die ersehnte Abkühlung bringen.

Bis dahin heißt es weiter schwitzen – auch in der Nacht: Im steirischen Bad Gleichenberg war die “kühlste” Temperatur von Donnerstag auf Freitag 21,2 Grad. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) die wärmste Nacht seit 1948. Absoluter Hitzepol war am Donnerstag St. Andrä im Lavanttal (Kärnten) mit 36,1 Grad.

Dahinter folgten Ferlach (Kärnten) mit 35,9 und Graz-Thalerhof mit 35,4 Grad. Andere Orte fielen in den Abendstunden durch hohe Niederschlagsmengen auf: In Preitenegg (Kärnten) gingen innerhalb von zwei Stunden 88 Liter pro Quadratmeter nieder – das entspricht zwei Dritteln der üblichen Julimenge. In St. Michael/Leoben (Steiermark) waren es 52 Liter binnen einer Stunde.

Ohne Gewitter hätte die Nacht auf Freitag vermutlich einige Juli-Rekorde gebrochen, hieß es bei der ZAMG. Nach dem Gewitter zeigte das Thermometer in der Wiener Innenstadt aber “nur mehr” 22 Grad. Zu wenig für einen neuen Nachttemperatur-Rekord, der laut Statistik bei 25 Grad liegt und von der Wiener Innenstadt gehalten wird. Im steirischen Mürzzuschlag purzelten die Temperaturen während eines Unwetters sogar von 32 auf 20 Grad.

Solche kurzfristigen Temperaturstürze sind laut ZAMG-Meteorologen Christian Ortner im Sommer keine Seltenheit. Was Hitzegeplagte freuen wird: Auch in der Nacht auf Sonntag ist damit zu rechnen. Nach Tageshöchstwerten von bis zu 33 Grad am Samstag falle die Temperatur bei einem Unwetter in der Nacht auf etwa 18 Grad, prognostizierte Ortner. Am Sonntag seien dann “erfrischende” Höchstwerte von bis zu 25 Grad zu erwarten.

Die Temperaturabnahme von zehn Grad bleibt aber nur vorläufig: Nach einer kühlen Nacht soll sich die Hitzewelle bereits am Montag wieder zurückkämpfen und an der 30 Grad Marke kratzen, sonnig und schwülheiß lautet die Devise spätestens ab Mittwoch. Bis dahin dominiert trockenes Wetter bei lebhaftem bis starkem Wind und harmlosen Wolken.

Bis zur Abkühlung am Sonntag bleibt Ostösterreich und vor allem Kärnten bzw. die Südsteiermark Zentrum der Hitzwelle mit Temperaturen um die 35 Grad. Der absolute Juli Hitzerekord aus dem Jahr 1983 von 39,7 Grad in Dellach im Drautal ist laut ZAMG nicht in Gefahr.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen