Kürzere Warteschlangen für Wohnungs-Interessenten im Sozialbau

Größter Sprung durch die Seestadt
Größter Sprung durch die Seestadt - © APA/HANS KLAUS TECHT
Im Vorjahr hat die Sozialbau AG, die mit über 48.000 Wohnungen größter privater Hausverwalter in Österreich ist, eine Rekord bei Neubauten aufgestellt und damit die Wartezeiten bei Wohnungs-Interessenten erzielt.

Mit 116 Mio. Euro erzielte sie 2014 das bisher höchste Neubauvolumen, nach 72 Mio. Euro im Jahr davor, sagte Sozialbau-Chef Herbert Ludl am Donnerstag im APA-Interview.

Größter Sprung durch die Seestadt

Der große Sprung nach vorn habe vor allem mit den 727 freifinanzierten Mietwohnungen in der “Seestadt Aspern” in Wien zu tun, die mittlerweile – was die Sozialbau betrifft – alle fertig und den Bewohnern übergeben sind. Von 392 weiteren freifinanzierten Mieteinheiten auf anderen Bauplätzen, vornehmlich in Favoriten, werden etwa 189 jetzt im Juli übergeben. 2014 hatte das Unternehmen insgesamt 1.348 Wohnungen in Bau – davon wurden 174 Wohnungen im Kalenderjahr fertig, 1.174 befanden sich zum Jahreswechsel noch in Bau.

Betrug die Zahl vorgemerkter Wohnungs-Interessenten bei der Sozialbau Mitte 2014 noch rund 70.000, sind es mittlerweile nur noch um die 55.000, wobei man freilich 12.000 für Aspern Vorgemerkten eine Absage geben musste. Bei der Sozialbau gebe es momentan zwar eine gewisse Entspannung, aber nicht am Wohnungsmarkt insgesamt. “Dort ist es weiter schwierig, eine günstige Wohnung zu finden”, so Ludl. Durch den vorjährigen Neubauboom seines Konzerns würden heuer bei der Sozialbau über 1.100 Wohnungen fertig.

Mieteinahmen gewachsen

Die Monatsmiete liege bei der Sozialbau im Schnitt aktuell bei 4,05 Euro/m2, nach 3,91 Euro ein Jahr davor. Zum Vergleich: Der sozial definierte Wiener Miet-Richtwert ist höher und beträgt 5,39 Euro/m2. “Für den Richtwert bekommt man aber in der Praxis keine Wohnung”, so Ludl. Der sukzessive Anstieg im Gesamtportfolio resultiere aus den im Schnitt teureren Neubauten, in denen die Miete bei 7 bis 8 Euro/m2 liege. Die Mieteinnahmen wuchsen von 28,7 auf 29,3 Mio. Euro, die Umsatzerlöse insgesamt von 48,2 auf 49,0 Mio. Euro.

Um 2,4 Prozent auf 69,8 Mio. Euro stiegen 2014 für die Sozialbau die Betriebskosten (samt Heizkosten nur +1,1 Prozent wegen des warmen Wetters), doch hat man die Betriebskosten-Vorschreibung an die rund 120.000 Bewohner nur um 0,72 Prozent angehoben, also deutlich unter der Teuerungsrate (von 1,6 Prozent im Vorjahr). Zudem erhalten 72 Prozent aller Sozialbau-Kunden nun mit ihrer August-Vorschreibung eine Rückzahlung von im Schnitt 152 Euro, in Summe 4,7 Mio. Euro.

Die Wohnungen der Sozialbau AG

Aktuell hat die Sozialbau AG insgesamt 48.179 Wohnungen in Verwaltung – davon 40.603 Miet- und Genossenschafts- sowie 7.576 Eigentumswohnungen. Hinzu kommen 27.987 Garagen- und Abstellplätze für Pkw sowie 527 Geschäftslokale mit 130.000 m2. In Summe verwaltet die Sozialbau 3,5 Mio. m2. Aus dem Bestand wurden Häuser mit 1.829 Wohnungen generalsaniert. Der Sanierungsumsatz wuchs auf 31 (29) Mio. Euro, mit der fast drei Mal so hohen Sanierungsquote wie sonst üblich sei man “Weltmeister”. In Hausverwaltung, Neubau und Großinstandsetzung stieg der Umsatz auf 49 Mio. Euro.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen