Krötenwanderung in Wien: Autofahrer werden um besondere Vorsicht gebeten

Die Krötenwanderung in Wien hat wieder begonnen.
Die Krötenwanderung in Wien hat wieder begonnen. - © APA
Zu Beginn der warmen Jahreszeit treten auch in Wien wieder zahlreiche Kröten die Reise zu ihren angestammten Laichgewässern an. Da sie auf dem Weg dorthin oftmals Straßen überqueren müssen, bittet die MA 22 Autofahrer nun um besondere Vorsicht.

In Wien leben insgesamt 17 Amphibienarten, die jetzt zu Beginn der wärmeren Jahreszeit zu Ihren angestammten Laichgewässern aufbrechen. Auf ihrem Weg müssen sie oftmals Straßen überqueren, wobei sie, da sie bevorzugt in der Dämmerung unterwegs sind, oft übersehen und von Autos überfahren werden.

Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) ersucht deshalb, auf Straßen in Nähe der Wanderstrecken besonders aufmerksam und langsam zu fahren, denn schon der Strömungsdruck eines raschen Autos kann für die Tiere tödlich sein. Die Hauptstrecken sind zur Zeit der Amphibienwanderung im Frühling mit grünumrandeten Hinweisschildern gekennzeichnet.

Krötenwanderung in Wien: Tunnel sollen für sicheres Queren sorgen

Damit die Amphibien sicher die Straßenseite wechseln können, hat die Wiener Umweltschutzabteilung auf deren Hauptwanderrouten in Wien Straßenunterquerungen, sogenannte “Amphibientunnel” errichtet. Durch eine Art Zaun am Straßenrand, werden die Amphibien zu den Unterführungen geleitet, die gerne auch von anderen Tieren wie Igeln oder Füchsen benutzt werden.

Solche permanenten Amphibienschutzanlagen finden sich an der Aspernallee im Prater, an der Senderstraße am Bisamberg oder – die mit 1,5 km Leitsystem längste von Wien – an der Exelbergstraße beim Schottenhof. An den Unterführungen kann das Naturschauspiel der Amphibienwanderung in der Dämmerung gut beobachtet werden. Damit die Tiere stressfrei wandern können, sollten sie aus etwas Abstand betrachtet und Hunde an die Leine genommen werden.

Amphibien in Wien sind streng geschützt

Alle Amphibien Wiens, dazu zählen Kröten, Frösche, Molche und Feuersalamander, sind vom Laich bis zum ausgewachsenen Tier, nach dem Wiener Naturschutzgesetz streng geschützt. Im Rahmen des Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogrammes Netzwerk Natur werden auch geeignete Biotope für Kröte und Co. gepflegt bzw. angelegt.

Im eigenen Garten können Aufstiegshilfen bei Gartenteichen oder ein Laubhaufen als Versteck an einer ruhigen Stelle den Amphibien das Leben erleichtern. Sie machen sich dafür gerne als biologische “Schädlingsbekämpferinnen” nützlich, indem sie kleine Schnecken oder Gelsenlarven verspeisen.

Ein Folder “Amphibien in Wien. Ein Leitfaden” der MA 22 mit Informationen über das Leben der Amphibien ist kostenlos beim Foldertelefon der MA 22 unter 01 4000 73420 erhältlich oder steht unter www.umweltschutz.wien.at zum Download bereit.

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