Kritik nach Gewalt bei Demos gegen den Akademikerball in Wien

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Auch in diesem Jahr gab es Ausschreitungen bei den Akademikerball-Demos.
Auch in diesem Jahr gab es Ausschreitungen bei den Akademikerball-Demos. - © APA
Nach den Demonstrationen gegen den Akademikerball in Wien am Freitag, den 30. Jänner 2015, ist am Samstag von ÖVP und FPÖ Kritik geäußert worden. Vier Demonstranten und sechs Polizisten wurden verletzt, es kam zu 54 Festnahmen und 150 Anzeigen.

ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel hat es am Samstag als bedenklich bezeichnet, dass bei den Demonstrationen gegen den Akademikerball neben den überwiegend friedlichen Kundgebungen manche auch nicht vor Gewalt zurückgeschreckt sind. “Gewalt und Gewaltbereitschaft können niemals mit Meinungsfreiheit gerechtfertigt werden”, sagte Blümel, der den Einsatz der Polizei lobte und dafür dankte.

Kritik von der FPÖ

In einer Aussendung verkündet die FPÖ, dass sie es sehr “bedaure”, dass bei den Ausschreitungen sechs Polizisten verletzt wurden. “Diese hohe Anzahl, sowie die 54 Festnahmen zeigen einmal mehr, dass es nach wie vor eine große Anzahl an “Demonstranten” gebe, die ihre eigene Selbstdarstellung in den Vordergrund stellen und die direkte Konfrontation mit der Exekutive suchen. Solchen Subjekten ist jedenfalls mit der vollen Härte des Rechtsstaates zu begegnen”, heißt es von Parteichef Heinz-Christian Strache.

“Verständnis” von der SPÖ

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos bedankt sich bei der Polizei für ihre “gute Arbeit”. “Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Befürchtungen, die im Vorfeld hinsichtlich des Protests gegen den Akademikerball geäußert wurden, habe ich im Sinne der in Österreich verfassungsmäßig garantierten Meinungs- und Versammlungsfreiheit Verständnis dafür, dass sich tausende Menschen in Form von Demonstrationen und Kundgebungen gegen den rechten Ball aussprechen wollten”, betonte Darabos am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Video von der Akademikerball-Demo

(APA/ Red.)

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