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Kritik an Dobernig-Ansagen über Kärntner Slowenen

FPK-Landesrat Dobernig hat am Sonntag mit seinen Aussagen über Kärntner Slowenen für einen wahren Sturm der Entrüstung gesorgt. Der Ortstafelkompromiss sei eine "Einstiegsdroge" für die Kärntner Slowenen gewesen, die nun immer mehr Forderungen stellten, hatte Dobernig am Samstag erklärt. Außerdem hatte er zwischen Slowenen und "richtigen" Kärntnern differenziert - was er heute zurücknahm.

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Den Ortstafelkompromiss, den Dobernig verunglimpfte, hatte dessen Parteifreund Landeshauptmann Dörfler immer als einen seiner größten politischen Erfolge bezeichnet. Als Ende September eine Sondermünze mit der Aufschrift "Kärnten/Koroska" erschien, empörte sich Dobernig, dass damit der Eindruck entstünde, ganz Kärnten sei zweisprachig. Dörfler machte daraufhin dem zehnjährigen Kind, das mit dem Entwurf zur Sondermünze einen Wettbewerb gewonnen hatte, zu dessen Geburtstag seine Aufwartung. Wie der Landeshauptmann zu den Attacken Dobernigs auf die Ortstafellösung steht, blieb zunächst offen.

Quer durch alle Parteien und auch vonseiten der Slowenenvertreter gab es Unverständnis für Dobernigs Attacken. Auch zahlreiche Rücktrittsaufforderungen ergingen in Richtung des FPK-Politikers. Die Staatssekretäre Ostermayer, Kurz und Lopatka kritisierten Dobernig, ebenso wie Grünen-Chefin Glawischnig und BZÖ-Obmann Bucher. Auch in Kärnten gab es kräftigen Widerspruch vonseiten der anderen Parteien. FPK-Chef Scheuch und Klubobmann Darmann stärkten Dobernig den Rücken.

"Mit Entsetzen" reagierte auch Valentin Inzko vom Rat der Kärntner Slowenen auf die Äußerungen. Er wies auf die lange Siedlungsgeschichte von Slawen im Gebiet des heutigen Kärnten hin und darauf, dass sich Dobernigs Name vom slowenischen "dob", übersetzt "Eiche", ableite. Gleichzeitig forderte er den Rücktritt Dobernigs. Kritik kam auch vom Kärntner Heimatdienst. Die Aussagen seien keineswegs einmalige Ausrutscher.



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