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Krisenszenario: Das Außenministerium probt den konsularischen Ernstfall

Krisenstimmung - im Rahmen einer Übung - herrschte am Freitag im Außenministerium in Wien.
Krisenstimmung - im Rahmen einer Übung - herrschte am Freitag im Außenministerium in Wien. ©Wikimedia Commons/ Gugerell
Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf der Richterskala in einem bei Österreichern beliebten Urlaubsziel - so lautet das Krisenszenario, das am Freitag im österreichischen Außenministerium durchgespielt wird. Die groß angelegte Übung soll die Mitarbeiter in Wien auf einen konsularischen Ernstfall vorbereiten.

Als Krisenszenario wird ein starkes Erdbeben (6,9 nach Richter) entlang des Jordan-Tales mit Epizentrum am westlichen Rand des Toten Meeres angenommen, mit zum Teil massiven Auswirkungen in Israel sowie Teilen des Libanons und Jordaniens. Diese Region ist ein beliebtes Reiseziel für jährlich mehrere tausend Österreicher und entsprechend realistisch wurde die Übung für die 50 Teilnehmer gestaltet. Auch internationale Beobachter sind am Freitag in Wien vertreten.

Außenministerium übt für den Krisenfall

Unter diesem Szenario werden die Krisenreaktionsverfahren im Außenministerium in Gang gesetzt. Unter anderem betreffen diese die Einrichtung einer Krisenhotline mit ungefähr zwanzig operierenden Anschlüssen. Zudem wird die neue weltweit einheitliche Kontaktdatenbank genutzt. Mit Hilfe dieser und anhand der Listen registrierter österreichischer Staatsbürger der Botschaften in Krisengebieten kann im Ernst- und im Übungsfall ein erstes Lagebild über die Anzahl und den Aufenthaltsort betroffener österreichischer Staatsbürger in der Krisenregion erstellt werden.

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