Krankenkassen weisen Kritik von Rabmer-Koller zurück

Rabmer-Koller kritisierte Kassen
Rabmer-Koller kritisierte Kassen - © APA (Archiv)
Die Krankenkassen lassen Kritik der Hauptverbandsvorsitzenden Ulrike Rabmer-Koller nicht auf sich sitzen. Ihr Rücktritt am Donnerstag sei eine “persönliche Sache”, erklärten die Obleute der Kassen, die sich nicht als Reformverweigerer sehen. Die Vorsitzende des Hauptverbands der Sozialversicherungen hatte ihren Rücktritt mit mangelndem Reformwillen im Gesundheitswesen begründet.

Bei ihrem Treffen am Freitag in St. Pölten hielt die ARGE KV – die Arbeitsgemeinschaft Krankenversicherung – fest, dass der Grund für ihren Schritt “keinesfalls in der Arbeitsweise und Reformbereitschaft” der Sozialversicherung, ihrer Träger sowie des Hauptverbands zu suchen sei. ARGE-Vorsitzender und Obmann der NÖGKK, Gerhard Hutter, erklärte, man respektiere Rabmer-Kollers Entscheidung. Die Begründung, die die Arbeit und Reformbereitschaft der Gesundheitspolitik ins schlechte Licht rücke, wies er allerdings in einer Aussendung am Freitag “auf das Schärfste zurück”. Im Gegenteil habe sich die Sozialversicherung in den vergangenen Jahren als “der innovativste Treiber, Ideenlieferant und Reformmotor” im Gesundheitssystem etabliert. Als Beispiele führte er etwa ELGA, die e-medikation oder die telefonische Gesundheitsberatung sowie die Kinder-Reha an.

OÖGKK-Obmann Albert Maringer betonte, dass einfache betriebswirtschaftliche Konzepte etwa aus Kleinbetrieben im Gesundheitswesen fehl am Platz seien. Daher sei die Effizienz-Studie der London School of Economics zu den Sozialversicherungen auch der richtige Weg.

(APA)

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