KPÖ, Piraten und “Der Wandel” bilden Allianz für die Europa-Wahl

Die Parteien treten gemeinsam unter dem Namen "Europa anders" an.
Die Parteien treten gemeinsam unter dem Namen "Europa anders" an. - © APA
Unter dem Namen “Europa anders” treten KPÖ, Piraten und die Partei “Der Wandel” gemeinsam bei der Europa-Wahl an. Sie treten unter anderem für Verteilungsgerechtigkeit, Netzfreiheit und Datenschutz ein, die Namen der Spitzenkandidaten stehen noch nicht fest.

Die Wahlallianz, für die sich die Parteien auf die Farbe senfgelb geeinigt haben, wirbt mit dem Motto “Es muss anders werden, damit es gut wird”. Auf dem Wahlzettel wird sie unter der Kurzform ANDERS zu finden sein. Der fraktionsfreie EU-Mandatar Martin Ehrenhauser unterstützt die Wahlallianz und sichert ihr somit den Antritt, dennoch will “Europa anders” Unterstützungserklärungen sammeln.

Spitzenkandidaten von “Europa anders”

Ob Ehrenhauser auch als Spitzenkandidat bei der Europa-Wahl 2014 antritt, wird im Laufe der kommenden Woche bekannt gegeben. Die ersten beiden Listenplätze werden für unabhängige Kandidaten frei gehalten, bis zum 15. Februar kann man sich online dafür anmelden. Die Webseiteund die Social-Media-Auftritte der Wahlallianz sind seit Donnerstag online.

“Ein bunter Haufen” tritt an

“Wir sind ein bunter Haufen, aber das macht uns aus”, sagte Daniela Platsch von “Der Wandel”. “Wir sind nicht mehr Teil alter Hierarchiestrukturen.” Die ungleiche Verteilung von Chancen, Informationen und Ressourcen würde nicht nur die Wirtschaft gefährden, sondern auch die Demokratie angreifen, meinte Platsch.

“Wir wollen ein Europa, bei dem Demokratie und soziale Gerechtigkeit nicht nur am Papier stehen”, erklärte auch Didi Zach, Landessprecher der KPÖ Wien. Die Wahlprogramme der Parteien würden “sehr große Überschneidungen” aufweisen. “Das, was uns eint, ist, dass wir systemkritisch, progressiv und egalitär sind”, sagte Christopher Clay von den Piraten.

Allianz kümmert sich um diese Themen

Kernthemen sind unter anderem Partizipation, Netzfreiheit und Datenschutz, Verteilungsgerechtigkeit und die Sicherung des Sozialstaats. Bei der Nationalratswahl erreichten die drei Parteien gemeinsam knapp 90.000 Stimmen, was etwa 1,9 Prozent entsprach. Für den Wahlkampf stellt die KPÖ rund 10.000 Euro zur Verfügung, außerdem rufen die Parteien zum Spenden auf. (APA)

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