Korruptionsermittler befragen Samsung-Manager

Lee Jae-yong bei seiner Befragung
Lee Jae-yong bei seiner Befragung - © APA (AFP)
Im Korruptionsskandal um eine Vertraute der vorläufig entmachteten südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye geraten der Mischkonzern Samsung und sein De-facto-Chef immer stärker unter Druck. Das unabhängige Ermittlerteam teilte am Mittwoch mit, den Vize-Vorsitzenden des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics, Lee Jae-yong, an diesem Donnerstag als Beschuldigen vernehmen zu wollen.

Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte im Zuge der Ermittlungen bereits im November Büros der Gruppe durchsuchen lassen. Samsung soll mit großen Summen Geschäfte und Stiftungen von Parks umstrittener Freundin Choi Soon-sil gefördert haben und im Gegenzug dafür politisch begünstigt worden sein. Der Sohn des früheren Chefs der Samsung-Gruppe, Lee Kun-hee, steht im Verdacht, eine wichtige Rolle dabei gespielt zu haben. 

Die Ermittler wollen herausfinden, ob Samsung im Gegenzug zu den Fördergeldern die Unterstützung des staatlichen Pensionsfonds für die umstrittene Fusion zweier Konzern-Töchter erhalten hat. In der Übernahme des Bauunternehmens Samsung C&T durch Cheil Industries 2015 sahen Kritiker eine Stärkung der Gründerfamilie des Konzerns. Park selbst wird verdächtigt, auf den Fonds eingewirkt zu haben, um die Fusion zu bewilligen. 

Das Parlament leitete im Dezember ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park ein, die ihrer langjährigen Freundin Choi auch die Einmischung in die Regierungsarbeit erlaubt haben soll.

(APA/dpa)

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