Knapper Sieg der Slowakei gegen Russland bei der EM

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Denis Glushakov bei seinem Tor im Spiel Russland - Slowakei
Denis Glushakov bei seinem Tor im Spiel Russland - Slowakei - © AFP/FRANCOIS LO PRESTI
Bei der Fußball-Europameisterschaft in der Gruppe B hat die Slowakei am Mittwoch den ersten Sieg eingefahren. Das Team von Jan Kozak setzte sich am Mittwoch in Lille mit einem 2:1 gegen Russland durch und hält damit nach zwei Spielen bei drei Punkten.

Russland hat weiterhin einen Zähler auf dem Konto. Vladimir Weiss und Marek Hamsik brachten die Slowakei noch vor der Pause auf die Siegerstraße (32.,45.). Der Anschlusstreffer durch Denis Gluschakow kam zu spät (80.) Die Slowakei kann sich damit berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg ins Achtelfinale machen. Im letzten Gruppenspiel trifft man am Montag (21.00) auf England. Russland bekommt es zum Abschluss zeitgleich mit Wales zu tun.

Slowakei erhöhte Aufstiegschancen

Die erstmals auf der EM-Bühne spielende Slowakei hat ihre Chancen auf den Achtelfinal-Einzug in Frankreich damit deutlich erhöht. Mit einem 2:1 (2:0) gegen Russland holten die Slowaken am Mittwoch in Lille im zweiten Gruppenspiel die ersten Punkte. Russland hält hingegen weiter bei einem Zähler. England und Wales bestreiten ihr zweites Spiel in Gruppe B erst Donnerstag in Lens. Mann des Spieles für die Slowaken war ihr Star Marek Hamsik. Der Mittelfeldmann der SSC Napoli bereitete zunächst die Führung seines Teams durch Vladimir Weiss (32.) vor, ehe er im Finish der ersten Spielhälfte sehenswert als Torschütze in Erscheinung trat (45.). Für die Russen konnte Denis Gluschakow in der 80. Minute nur noch verkürzen.

Die Slowakei trifft zum Gruppenabschluss nun am kommenden Montag auf England. Die nach Fan-Ausschreitungen unter Beobachtung stehenden Russen bekommt es im Parallelspiel mit Wales zu tun. Im Stadion von Lille traten die russischen Anhänger anders als in Marseille nicht ungebührlich in Erscheinung.

2:1 gegen Russland geschafft

Der slowakische Teamchef Jan Kozak hatte seine Elf nach dem 1:2 gegen Wales an drei Positionen verändert. Seine auf Punkte angewiesenen Schützlinge begannen dann zunächst abwartend. Russland operierte bei der unter geschlossenem Stadiondach gespielten Partie mit vielen langen Bällen auf den 1,94 m großen Artem Dsjuba.

Der Angreifer bereitete dem Gegner auch Probleme. Nach Vorarbeit des Stürmers von Zenit St. Petersburg setzte Fedor Smolow einen Flachschuss knapp neben den Pfosten (28.). Kurz darauf zeigte Hamsik seine individuelle Klasse erstmals.

Der 28-Jährige setzte mit einem weiten Ball Weiss ideal ein. Der beim katarischen Club Al Gharafa unter Vertrag stehende Linksaußen ließ mit einem Haken zwei Russen ins Leere fahren und vollendete ins lange Eck. Kurz vor dem Pausenpfiff kam es für die Russen noch schlimmer: Einen von Weiss kurz abgespielten Eckball hämmerte Hamsik via Innenstange ins Kreuzeck. Im Jubel der slowakischen Anhänger ging die erste Spielhälfte zu Ende.

Sturmlauf brachte keinen Ausgleich mehr

Die Slowaken hatten in den davorliegenden vier Länderspielen gegen Russland nur einen Treffer erzielt. Lange sah es so aus, als ob sie sich den Vorsprung nicht mehr nehmen lassen. Russland hatte deutlich mehr Spielanteile, wirklich gefährlich wurde Österreichs Ex-Quali-Gegner aber nur selten. Die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer ließ zunächst Smolow aus, sein Schuss aus elf Metern wurde abgeblockt (66.).

Spannung kam dank Gluschakow jedoch noch einmal auf. Der zur Pause eingewechselte Mittelfeldmann traf nach Schatow-Hereingabe per Kopf. Der Slowakei drohten die drei Zähler zu entgleiten. Die letzten zehn Minuten startete Russland einen Sturmlauf auf das gegnerische Gehäuse. Anders als beim 1:1 gegen England brachte dieser jedoch nicht den Ausgleich ein.

Stimmen zum Spiel

Jan Kozak (Teamchef Slowakei): “Marek Hamsik spielt schon seit langer Zeit gut bei uns, er ist einer unserer Chefs mit Martin Skrtel. Er hat ein wunderbares Tor geschossen, aber er hat sich auch in der Defensive eingebracht, um uns zum Sieg zu verhelfen. Am Ende waren wir müde, die letzten Minuten waren sehr, sehr lange.”

Vladimir Weiss (Torschütze Slowakei): “Es war wichtig, die drei Punkte zu holen. Wir haben alles dafür gegeben. Wir haben hervorragend gespielt. Wir waren zwar nicht viel in Ballbesitz, aber wir dürfen zufrieden sein.”

Leonid Sluzki (Teamchef Russland): “Nach dem Gegentor haben wir unseren Plan ändern müssen, speziell was unsere Spielweise im Mittelfeld betrifft. Jetzt müssen wir das letzte Spiel gewinnen. Wales hat zwei Spieler, Gareth Bale und Aaron Ramsey, die unsere besondere Aufmerksamkeit bekommen werden.”

Denis Gluschakow (Torschütze Russland): “Wir hätten das Spiel früher entscheiden können. Wir haben noch eine Chance gegen Wales, da werden wir alles geben.”

>>Alles zur Fußball-EM 2016

(apa/red)

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