Kleiner Hund in der SCS zu Tode gekommen: Hundeverbot angedacht

In der SCS verstarb ein kleiner Hund infolge eines Unfalls
In der SCS verstarb ein kleiner Hund infolge eines Unfalls - © APA (Sujet)
Am Freitag ereignete sich in der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf ein unglücklicher Zwischenfall, bei dem ein kleiner Hund zu Tode kam. Das Einkaufszentrum überlegt nun, ein Hundeverbot zu verhängen. VIENNA.at hat nachgefragt.

Viel wurde über den Vorfall spekuliert, der in der SCS zum Tod eines kleinen Hundes führte, der in Begleitung seiner Familie zum Einkaufen mitgenommen worden war. Ein 55-jähriger SCS-Besucher habe den Vierbeiner absichtlich zu Tode getreten bzw. erdrückt, so die Gerüchte.

Hund starb in der SCS: “Es war ein Unfall”

Wie Larisa Alic, Deputy Center Managerin der SCS im Gespräch mit VIENNA.at klarstellte, entspricht dies nicht den Tatsachen. Denn Alic zufolge erwies sich der Fall bei Betrachtung des Videomaterials aus der SCS-Überwachungskamera ganz klar als Unfall. “Von einer Absicht kann keine Rede sein. Der Mann hat den Hund unglücklicherweise übersehen, der hat sich ihm mit der Leine um die Beine herumgewickelt,” erläutert die stellvertretende Geschäftsführerin. Dadurch sei es zu dem Sturz gekommen, bei dem der Hund sein Leben verlor – eine Verkettung unglücklicher Umstände.

SCS überlegt Maßnahmen – kommt ein Hundeverbot?

In der SCS bestehe grundsätzlich eine Beißkorb- und Leinenpflicht, wie Alic ausführt – jedoch nur als Vorsorgemaßnahme, denn einen vergleichbaren Vorfall habe es in der Shopping Mall noch nie gegeben. “Das ist der erste Fall, wo etwas so Gravierendes passiert ist.” Seitens des Einkaufszentrums habe man umgehend reagiert und sich zusammengesetzt, um etwaige Maßnahmen zu erwägen, die künftig in Kraft treten könnten. Eine der denkbaren Maßnahmen sei Alic zufolge ein Hundeverbot in der SCS. “Das ist aber nur eine der möglichen Maßnahmen, die wir evaluieren. Es gibt noch keine konkrete Entscheidung. Wir möchten jedenfalls so schnell wie möglich dazu etwas umsetzen”, so Alic.

Statement des Wiener Tierschutzvereins zu dem Vorfall

Auch der Wiener Tierschutzverein meldete sich in der Causa zu Wort. WTV-Pressesprecher Oliver Bayer äußerte sich gegenüber VIENNA.at: “Es spricht für die SCS, dass man sich angesichts dieses tragischen und traurigen Vorfalls Gedanken macht. Prinzipiell sieht der Wiener Tierschutzverein ein generelles Hundeverbot in Shopping Centern aber sehr kritisch und warnt vor einer Überreaktion. Schutz durch Vermeidung ist der falsche Weg, denn totale Verbote waren noch nie zielführend. Dann müsste man beispielsweise auch auf hochfrequentierten Zonen wie der Kärntner Straße oder der Mariahilfer Straße Hunde verbieten, was ebenfalls keinerlei Sinn macht.”

“Vielmehr sollte an die Vernunft und die Rücksichtnahme der Allgemeinheit appelliert werden. Die gilt im Übrigen nicht nur für Menschen ohne Hund, sondern auch für die Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer selbst. Der Wiener Tierschutzverein ist gerne bereit, zusammen mit Vertretern der SCS entsprechende Lösungen zu erarbeiten. Denn wie überall gilt: Für ein friedliches Miteinander bedarf es Verständnis, Toleranz und natürlich auch gewisser Regeln,” so Bayer.

 

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