Klagenfurt-Grand Slam finaler Beach-Volleyball-Saisonhöhepunkt

Stefanie Schwaiger und Doris Schwaiger: "Vorfreude riesengroß"
Stefanie Schwaiger und Doris Schwaiger: "Vorfreude riesengroß" - © APA
Das World-Tour-Turnier in Klagenfurt markiert diesmal nach der WM und den drei anderen vorangegangen Grand-Slam-Events ab Mittwoch den Abschluss der hoch dotierten Beach-Volleyball-Saisonhöhepunkte.

Im Vorjahr hatte Klagenfurt als Olympia-Generalprobe gedient, damals fehlten viele Spitzenteams, um sich auf Peking vorzubereiten, bei der 13. Auflage wird aber wieder alles, was Rang und Namen hat, am Wörthersee aufschlagen. Das österreichische Aufgebot wird von den Schwaiger-Schwestern und Florian Gosch/Alexander Horst angeführt.

Doris und Stefanie Schwaiger haben in dieser Saison ihre Position in der absoluten Weltspitze weiter gefestigt. Die Olympia-Fünften schafften in Shanghai, Moskau und bei der WM in Stavanger jeweils Platz fünf und sind am Wörthersee auf Ähnliches aus. “Wir haben uns vorgenommen, ins Viertelfinale zu kommen. Wir wären aber auch mit einem Top-Ten-Platz zufrieden”, erklärte die 22-jährige Stefanie angesichts der enorm starken Konkurrenz im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur.

In den vergangenen zwei Jahren schafften die Niederösterreicherinnen in Klagenfurt jeweils Platz neun. Die Generalprobe in Marseille verlief mit dem Out in Runde zwei nicht nach Wunsch. Das Abschneiden bei der Windlotterie am Mittelmeer wollen die Niederösterreicherinnen aber nicht überbewerten. “Unsere Form passt. Die Vorfreude auf Klagenfurt ist jedenfalls riesengroß”, betonte Stefanie. Die mit 600.00 US-Dollar dotierte Veranstaltung mit erwarteten rund 100.000 Zuschauern genießt auch bei vielen internationalen Teams einen Ausnahmestatus.

Die Olympia-Viertelfinalisten Gosch/Horst haben mit Klagenfurt noch eine Rechnung offen, zuletzt reichte es für die aktuelle österreichische Herren-Nummer 1 zweimal nur zu 17. Plätzen. “Unser Minimalziel ist ein Top-Ten-Platz. Wir sind gut drauf und haben Chancen, das auch zu schaffen”, meinte der Steirer Gosch zur APA. Marseille ließen die WM-Neunten aus und trainierten stattdessen in Wien. “Die Pause war wichtig, um bei einem der Saisonhöhepunkte in perfekter Form zu sein”, betonte Gosch. Das Duo hat in Stavanger und Gstaad mit zwei neunten Plätzen bereits für Spitzenresultate gesorgt.

Neben den ÖVV-Topteams rechnen sich auch Ex-Europameister Clemens Doppler mit Neopartner Matthias Mellitzer und die routinierte Sara Montagnolli mit Barbara Hansel Chancen auf das Überstehen der Gruppenphase aus. Montagnolli/Hansel überraschten heuer unter anderem bereits beim Grand Slam in Moskau mit Platz fünf. Doppler/Mellitzer hängt immer noch die zu kurze gemeinsame Vorbereitung nach, sie werden ihr volles Potenzial wohl erst in der kommenden Saison ausschöpfen können.

Die Wildcard-Teams Cornellia Rimser/Magdalena Jirak und Daniel Hupfer/Paul Schroffenegger ergänzen das rot-weiß-rote Aufgebot im Hauptfeld. Weitere drei ÖVV-Teams treten ab Dienstag in der Qualifikation an. Fünfte Plätze von Doppler im Vorjahr mit Peter Gartmayer und Montagnolli vor drei Jahren mit Sabine Swoboda markieren die bisher besten ÖVV-Ergebnisse im Heimturnier.

Titelverteidiger sind die Brasilianerinnen Ana Paula/Shelda bzw. die Russen Barsuk/Kolodinski. In Abwesenheit der vierfachen Klagenfurt-Siegerinnen Walsh/May-Treanor sind deren US-Landsfrauen und Neo-Weltmeisterinnen April Ross/Jen Kessy sowie die stets starken Teams aus Brasilien die ersten Titelanwärterinnen. Bei den Herren kommen die Topfavoriten diesmal aus Deutschland. Die Überraschungsweltmeister Julius Brink/Jonas Reckermann gewannen zwei der drei Grand-Slam-Turniere 2009 und könnten die US-Olympiasieger Todd Rogers/Phil Dalhausser und die am Wörthersee erfolgsverwöhnten Brasilianer (acht Siege) um Emanuel/Ricardo fordern. Am Sonntag in Marseille holten die US-Duos Rogers/Dalhausser und Ross/Kessy die Titel.

In Klagenfurt wird zunächst in jeweils acht Vierergruppen, aus denen die Topplatzierten direkt ins Achtelfinale aufsteigen, gespielt. Die Gruppenzweiten und -dritten müssen in der Zwischenrunde um die restlichen Achtelfinalplätze kämpfen. Der Hauptbewerb der Damen beginnt am Mittwoch, die Herren steigen einen Tag später ein.

“A1 Beach Volleyball Grand Slam presented by Volksbank”
Spielort: Centercourt Metnitz-Strand (Fassungsvermögen 8.000) plus Nebenplätze; Preisgeld: 600.000 US-Dollar

Programm – Damen:
Dienstag: Qualifikation;
Mittwoch/Donnerstag: Gruppenspiele;
Donnerstag/Freitag: Zwischenrunde, Achtel- u. Viertelfinale;
Samstag: Halbfinale, Finale
 
Herren:
Mittwoch: Qualifikation;
Donnerstag/Freitag: Gruppenspiele;
Freitag/Samstag: Zwischenrunde, Achtel- und Viertelfinale;
Sonntag: Halbfinale, Finale

Modus: Je 32 Teams spielen in acht Vierergruppen. Die Gruppen-Sieger steigen direkt ins Achtelfinale auf. Die Gruppen-Zweiten und -Dritten spielen in der Zwischenrunde um die restlichen Achtelfinalplätze

Die 6 österreichischen Teams im Hauptbewerb:
Damen: Doris Schwaiger/Stefanie Schwaiger, Sara Montagnolli/Barbara Hansel, Cornelia Rimser/Magdalena Jirak (Wildcard)
Herren: Florian Gosch/Alexander Horst, Clemens Doppler/Matthias Mellitzer, Daniel Hupfer/Paul Schroffenegger (Wildcard)

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