Kiss The Cook – Trailer und Kritik zum Film

Kiss The Cook – Trailer und Kritik zum Film
Jon Favreau kann auch anders, als Blockbuster-Hits wie “Iron Man” zu drehen. Klein und witzig war zum Beispiel vor knapp 20 Jahren die von ihm geschriebene Kultkomödie “Swingers”.

Darin glänzte er auch noch vor der Kamera als geschniegelter Rumtreiber, der mit seinem Kumpel durch Szenekneipen zieht. Nun setzt Favreau mit “Kiss the Cook” wieder auf lustig, keinen Bombast und vor allem auf sich.

Kiss The Cook – Die Geschichte

In der kulinarischen Komödie mit Biss, die am Freitag in den österreichischen Kinos startet, ist Favreau als Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller tätig. Mit passendem Leibesumfang und großspuriger Klappe spielt er den ambitionierten Gourmetkoch Carl Casper. In einem Edelrestaurant in Los Angeles dreht sich alles um seine essbaren Kreationen, Ex-Frau Inez (Sofia Vergara) und Sohn Percy stehen hinten an. Auch nur eine Nebenrolle in seinem Leben, wenn auch sexy, hat Scarlett Johansson als Oberkellnerin. Dustin Hoffman mimt den mächtigen Boss des Restaurants.

Richtig in Fahrt gerät “Kiss the Cook”, als Casper von einem gefürchteten Gastrokritiker verrissen wird. Da fließt der Speichel in bissigen Schimpftiraden, auf Twitter und beim lautstarken Eklat im schicken Restaurant. Seinen Job hängt der Koch aus ganzem Herzen an den Nagel, als Zuschauer freut man sich mit. Raus aus dem Alltagsstress, rein in ein neues Abenteuer. So wie sich Favreau nach seinen Big-Budget-Filmen mit Eifer und Humor in eine Kleinproduktion begibt, so steigt sein Promi-Chef auf einen fahrenden Imbiss um.

Kiss The Cook  – Die Kritik

Mit seinem Sohn und einem befreundeten Koch (John Leguizamo) geht es im Food-Truck mit kubanischer Küche und fetziger Musik von Miami nach Los Angeles. “Kiss the Cook” kommt eine Weile lang richtig frisch und witzig rüber. Auch Stars wie Robert Downey Jr., Scarlett Johansson und Sofia Vergara ist der Spaß an ihren kurzen Auftritten anzusehen.

Nur den versüßten Nachtisch hätte man sich sparen können. Am Ende ist alles zu nett und zu perfekt. Sogar der bissige Restaurantkritiker hat plötzlich eine weiche Seite. Abgesehen von dem überzogenen Hollywood-Happy-End ist Favreaus Abstecher in die Independent-Szene köstlich. Schade nur, dass er dort nicht etwas länger verweilt. Das Walt Disney Studio hat den Regisseur schon für ein “Dschungelbuch”-Remake eingespannt. Die aufwendige Mischung aus Zeichentrick- und Realfilm um den jungen Mogli-Waisenjungen, der im Dschungel von Tieren aufgezogen wird, soll 2016 in die Kinos kommen.

(APA)

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