Kinohighlights 2017: Die besten Filme des Jahres im Überblick

Von Christoph Stachowetz
Einer der kommenden Blockbuster des Jahres: "Planet der Affen: Survival"
Einer der kommenden Blockbuster des Jahres: "Planet der Affen: Survival" - © Twentieth Century Fox
Das Kinojahr 2017 verspricht einige Highlights, auf die man sich freuen darf. Von großen Comicblockbustern, Fortsetzungen zugkräftiger Franchises bis hin zur Rückkehr bekannter Filmemacher zu ihren legendärsten Werken ist alles dabei.

So meldet sich etwa neben Martin Scorsese auch M. Night Shyamalan, Mel Gibson, Paul Verhoeven, Christopher Nolan und (gleich mehrfach in verschiedenen Positionen) Ridley Scott mit Produktionen zurück, die für Aufmerksamkeit sorgen werden. Hier ein Überblick über die spannendsten Filme von 2017, chronologisch nach Starttermin aufgelistet.

Split (26.1.)

Eine Mann mit gespaltener Persönlichkeit entführt drei Mädchen, die ihm scheinbar hilflos ausgesetzt sind, ehe sie seine Identitätsstörung für die Flucht ausnützen. Klingt ungewöhnlich, ist mit dem talentierten James McAvoy in der Hauptrolle und Neuentdeckung Anya Taylor-Joy (“The Witch”) jedenfalls gut besetzt. M. Night Shyamalan (“The Sixth Sense”) übernimmt die Regie.

Hacksaw Ridge – Die Entscheidung (27.1.)

Mel Gibson (“Die Passion Christi”) meldet sich zurück, diesmal als Regisseur eines epischen Kriegsdramas nach wahrer Begebenheit: Andrew Garfield wird in die Schlacht um Okinawa geworfen, bei der er sich jedoch weigert, auch nur einen einzigen Schuss abzufeuern.

Jackie (27.1.)

Eine Traumrolle für Natalie Portman: In “Jackie” gibt die Schauspielerin die berühmte First Lady zu John F. Kennedy, der Film beleuchtet das Innenleben der Frau nach dem Attentat.

Live by Night (3.2.)

Das Ben Affleck sowohl vor als auch hinter der Kamera sein Handwerk versteht, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Mit “Live by Night” inszeniert sich der Mann gleich selbst und übernimmt im düsteren Gangsterdrama die Regie.

Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe (9.2.)

Es geht wieder rund, wenn Anastasia Steele auf Christian Grey trifft, soviel steht fest. In “Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe” wird die erfolgreiche Reihe der E.L. James-Erotikroman-Verfilmungen fortgesetzt, passend zum bald folgenden Valentinstag dann im Kino zu bestaunen.

John Wick: Kapitel 2 (17.2.)

Das Keanu Reeves auch mit 50 Jahren im furiosen Actionthriller “John Wick” seine teils halb so alte Konkurrenz im Genre in den Schatten gestellt hat konnte wohl niemand voraussehen. In der Fortsetzung dürfte der Schauspieler vermutlich nochmal nachlegen und für ein spektakuläres Kinoerlebnis sorgen.

Trainspotting 2 (17.2.)

20 Jahre später inszeniert Danny Boyle die Fortsetzung zu seiner schrägen Irvine Welsh-Romanverfilmung “Trainspotting”. Was nach Einfallslosigkeit klingt, macht spätestens nach dem Trailer wirklich Sinn und sieht sehr vielversprechend aus.

Elle (24.2.)

Wenn der Macher von Werken wie “Basic Instinct”, “Robocop” und “Starship Troopers” nach langer Auszeit einen neuen Film am Start hat, darf man doch gespannt sein, ob auch dieser wieder für Aufregung sorgen wird. Keine Sorge: Paul Verhoevens “Elle” wird jeden einzelnen Zuseher dank der herausragenden Performance von Hauptdarstellerin Isabelle Huppert bewegen, soviel ist sicher.

Logan (3.3.)

Ein letztes Mal darf Hugh Jackman seine wohl bekannteste Filmfigur auf der Leinwand spielen: In der Comicverfilmung “Logan” gibt der Australier den nun merklich gealterten und zudem geschwächten Wolverine, der in einer nahen Zukunft einen jungen Klon seiner selbst beschützen muss.

Silence (3.3.)

Ein lange in Vorbereitung gewesenes, immer wieder verschobenes Projekt von Altmeister Martin Scorsese wurde nun doch fertig gestellt: “Silence” nennt sich das Werk, in dem zwei Missionare (Andrew Garfield und Adam Driver) in Japan auf der Suche nach ihrem Mentor (Liam Neeson) an die eigenen physischen und vor allem psychischen  Grenzen stoßen.

Kong: Skull Island (10.3.)

Kaum zu glauben, aber Peter Jacksons monumentaler “King Kong” ist schon zwölf Jahre alt. Zeit genug also, um erneut die CGI-Muskeln Hollywoods anzuspannen und ein Action-Spektakel der Superlative in Form von “Kong: Skull Island” auf die Zuseher loszulassen. Diesmal mit dabei:  Samuel L. Jackson, Brie Larson, John C. Reilly und John Goodman.

Die Schöne und das Biest (30.3.)

Zuletzt kümmerte sich der Franzose Christophe Gans 2014 um eine Neuauflage des Disney-Klassikers (“La belle & la bête” mit Vincent Cassel und Léa Seydoux in den Hauptrollen), demnächst wird Bill Codon (“Dreamgirls”) die Adaption mit Emma Watson und Dan Stevens in die Kinos schicken.

Fast & Furious 8 (13.4.)

Ganze sieben Ableger hat die “Fast & Furious”-Reihe schon spendiert bekommen, mit Teil acht wird dabei dann auch gleich ein großer Twist in die Handlung gebastelt. Zahlreiche bekannte Gesichter finden sich in der Besetzung wieder, auch einige neue Darsteller wie etwa Charlize Theron und Hellen Mirren (!) geben sich im Actionfranchise ein Stelldichein.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (27.4.)

Die “Guardians of the Galaxy” sind zurück, Fans des ersten Teils und humorvollen Actionkinos dürfen sich freuen: Auch in der Fortsetzung wird mit fein charakterisierten Figuren und einer großen Prise Humor hantiert, James Gunn übernimmt erneut Regie. Ein garantierter Blockbuster, soviel ist sicher.

Alien: Covenant (19.5.)

Ridley Scott kehrt (fast) zu seinen Wurzeln zurück: 1979 hat der Regisseur mit “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt” ein Meisterwerk vorgelegt, das seinesgleichen sucht. Mit “Prometheus” hat der Filmemacher schon einen Schritt in jene Richtung gewagt, nun folgt tatsächlich ein Sequel zu seinem Klassiker, das zugleich eine Fortsetzung von “Prometheus” darstellt. Was, wie und warum wird sich zeigen, Michael Fassbender ist jedenfalls an Bord.

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache (25.5.)

Im Original etwas raffinierter als “Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales” betitelt, darf sich Johnny Depp abermals als Captain Jack Sparrow auf die Suche nach eine wertvollen Artefakt machen und sich gegen einen berühmt-berüchtigten Widersacher (diesmal: Captain Salazar, dargeboten von Javier Bardem) behaupten.

Die Mumie (8.6.)

Neben “King Kong” findet sich in diesem Jahr also noch ein zweites legendäres Filmmonster, dass auf der großen Leinwand seine Rückkehr feiern darf. In “Die Mumie” wird sich übrigens niemand geringeres als Tom Cruise um die Rettung der Welt kümmern.

Wonder Woman (16.6.)

Nach einigen Fehlschlägen (zumindest was die internationale Kritik anbelangt) legt DC Comics nun mit “Wonder Woman” nach: Hier darf die bereits in “Batman v Superman: Dawn of Justice” aufgetretene Gal Gadot die Rolle der ältesten Comic-Superheldin in Spielfilmlänge geben.

Spider-Man: Homecoming (7.7.)

Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield nun also Newcomer Tom Holland: Nach dem gescheiterten “The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro” darf in “Spider-Man: Homecoming” nun erneut gehofft werden, dass ein Reboot der Serie, diesmal unter der Regie von Jon Watts (“Cop Car”), in guten Händen liegt und auch beim Publikum ankommt.

Valerian – Die Stadt der tausend Planeten (21.7.)

Große Sci-Fi-Spektakel erlitten in den letzten Jahren ebenso große Flops an den Kinokassen, siehe etwa “John Carter” und “Jupiter Ascending”. In “Valerian” versucht sich der Franzose Luc Besson, seines Zeichens verantwortlich für das offensichtlich artverwandte “Das fünfte Element”, an einem neuen Epos voller ungewöhnlicher Aliens und faszinierender Settings.

Dunkirk (28.7.)

Regisseur Christopher Nolan bringt mit “Dunkirk” ein Stück Kriegsgeschichte ins Kino: Britische und französische Einheiten wurden 1940 von deutschen Truppen in der titelgebenden Stadt eingekesselt, die Evakuierungsaktion stellt den Fokus der Erzählung dar.

Planet der Affen: Survival (4.8.)

Es hätten wohl die wenigsten vermutet, dass die Rückkehr der “Planet der Affen”-Filmreihe wirklich interessant wird. Mit dem bereits dritten Ableger wird nun der endgültige Krieg zwischen Menschen und Primaten in Szene gesetzt, wie es zumindest der Originaltitel nahe legt (“War for the Planet of the Apes”).

Der dunkle Turm (11.8.)

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Lange wurde daran gebastelt, nun kommt Stephen Kings achtbändige Fantasy-Saga, die gekonnt Western-, Horror- und Science-Fiction-Elemente miteinander verknüpft, ins Kino. Niemand geringeres als Matthew McConaughey wird den “Man in Black” verkörpern, ihm gegenüber steht der nicht minder eindrucksvolle “Revolvermann” Idris Elba.

Thor: Ragnarok (26.10.)

Experimentierfreude der Marke Marvel: Taika Waititi hat in “Thor: Ragnarok” am Regiestuhl Platz genommen – der neuseeländische Filmemacher und Schauspieler ist ja vor allem für die schräge Mokumentary “What We Do in the Shadows” und “Hunt for the Wilderpeople” bekannt. Man möge sich den Clip ansehen und hoffen, dass der Film einen ähnlichen Ton einschlagen wird.

Blade Runner 2049 (6.10.)

Normalerweise müsste man den Kopf schütteln und Hollywood verdammen, weil das Projekt “Blade Runner-Fortsetzung” überhaupt in Auftrag gegeben wurde. Jetzt ist es aber so, dass für den Sci-Fi-Noir der wohl spannendsten Regisseur der letzten Zeit gefunden wurden (Denis Villeneuve, “Enemy”, “Prisoners” sowie “Arrival”) und neben Harrison Ford auch Everybody’s Darling Ryan Gosling in der Besetzung auftaucht.

The Justice League (17.11.)

The Flash, Aquaman, Wonder Woman, Superman, Cyborg und Batman: DC Comic schickt die “Justice League” in den Kampf gegen das Böse und versucht damit, sich gegen die übermächtige Konkurrenz seitens Marvel bzw. “The Avengers” zu behaupten. Kein leichtes Spiel, dennoch spannend.

Star Wars: Episode VIII (14.12.)

Kein Bild, kein Teaser, kein Trailer, keine Beschreibung, noch nichts Konkretes ist derzeit zur Fortsetzung der “Star Wars”-Saga bekannt. Lediglich die Tatsache, dass “Looper”-Regisseur Rian Johnson das Ruder nach J.J. Abrams übernommen hat und sich der enormen Erwartungshaltung seitens der Fans stellen wird. Kein leichtes Unterfangen.

Mute (Noch kein Start bekannt)

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Regisseur Duncan Jones konnte die Kritiker wie auch das Kinopublikum mit seinem letzten Werk, “Warcraft: The Beginning”, spalten. Vielleicht gerade deswegen bewegt sich der Sohn von Musiklegende David Bowie mit seinem neuen Projekt namens “Mute” wieder in einem leichter zu bewältigenden Umfeld, nämlich Sci-Fi (er machte sich mit den beiden großartigen Filmen “Moon” und “Source Code” einen Namen). Eine herausragende Besetzung mit Paul Rudd, Justin Theroux, Sam Rockwell und Alexander Skarsgård verspricht zudem einiges.

(Red. / Bilder: Sony Pictures, Netflix)

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