Kia: Erst Mittelklasse, dann die Seele

Kia: Erst Mittelklasse, dann die Seele
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Den Serien-Einstieg ins Elektroantriebszeitalter startete der südkoreanische Autoherstellers Kia in Europa 2013 (in den USA schon früher) mit dem Optima. Die Mittelklasse-Baureihe wurde im Vorjahr erneuert, und eine Plug-In-Hybrid-Antriebsversion folgte vor kurzem nach.

In dieser werden aus einem Zweiliter-Vierzylinder-Benziner und einem Elektromotor 205 PS Systemleistung (plus 375 Nm) geholt. Die rein elektrische Reichweite ist mit 54 Kilometern angegeben. Zu Beginn seiner Modell-Laufbahn war der südkoreanische Mittelklassler nur als Limousine orderbar. Nun wurde eine Kombi-Version nachgereicht, die demnächst auch in einer Hybridantriebsversion erhältlich sein wird.Der nächste Schritt Elektrifizierungs-Schritt kommt aus tiefster Seele. Das deshalb, weil das entsprechende Modell “Soul” heißt. Der Crossover fällt auf, durch sein markant würfelförmiges Design. Er wurde 2014 zum ersten Botschafter des reinen Batteriestrom-Antriebs der Marke. Seine E-Maschine leistet 110 PS, gepaart mit 285 Nm Maximaldrehmoment. Der Lithium Polymer-Akku hat 27 kW/h Kapazität. Damit sollte der Koreaner 212 Kilometer weit kommen. Außer der – momentan noch für Batterie Trieblinge typischen Reichweiten-Einbuße -muss man im Elektriker gegenüber den Benziner- und Diesel-Brüdern nue auf Kofferraumvolumen – es ist von 354 bis 1367 auf 281 bis 891 Liter minimiert – verzichten, aber auf gar nichts in Punkto auf Komfort und Ausstattung. Zudem blieb die Cockpit-Einrichtung und die Anzeigen-Anordnung wie gewohnt, der Umgang ist also auf Anhieb zu verstehen. Was dem Kleinen an Power gegenüber den Verbrennern abgehen könnte macht das saftige Drehmoment wett.

Dem E-Soul folgte heuer der Niro. Er unterscheidet sich von allen derzeitigen SUV-artigen Kompakt-Crossovern dadurch, dass er dezidiert auf alternative Antriebe hin entwickelt wurde, analog zum Ioniq des Mutterkonzerns Hyundai. Im Niro werden aus der Kooperation zwischen einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner und einem Elektromotor 141 PS (und 265 Nm) Systemleistung generiert. Gekoppelt ist die Antriebseinheit des Fronttrieblers an ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe. Allradantrieb ist nicht vorgesehen. Auf den Hybriden werden ein Plug-In-Hybrid und ein reiner Batterie-Triebling folgen.

Vier Modelle sind erst der Anfang

Optima, Soul und Niro werden mit ihrer Strom-Ausrichtung nicht lange die einzigen E-Kias bleiben. Der Hersteller hat sich einem Fünfjahresplan verschrieben, der zur Marktführerschaft auf dem Sektor des Elektroantriebs führen soll. Bis 2020 soll es elf Modelle geben. Die Bandbreite soll von reinen Elektrofahrzeugen bis zu Brennstoffzellern reichen. Gleichzeitig verfolgt Kia das Vorhaben, die Treibstoff-Effizienz über die komplette Palette um 25 Prozent zu steigern. Das auf Basis der Erneuerung der Verbrenner-Triebwerke, des Einsatzes Sparsamkeits-fördernder Getriebe und der konsequenten Senkung des Karosseriegewichts bei neu entwickelten Modellen.

(KECKEIS)

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