KHM Wien zeigt Rubens’ “Pelzchen” im Lichte der Wissenschaft

Um Rubens "Pelzchen" (l.) dreht sich die Austellung im Kunsthistorischen Museum
Um Rubens "Pelzchen" (l.) dreht sich die Austellung im Kunsthistorischen Museum - © KHM-Museumsverband / APA/CLAUDIA PIETRZAK
Eine kleine Ausstellung im Kunsthistorischen Museum in Wien präsentiert ab Donnerstag neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu dem berühmten Rubens-Gemälde “Das Pelzchen”.  Die Schau im KHM läuft unter dem Titel “Ansichtssache #13”.

In der 13. Folge der Ausstellungsserie “Ansichtssache” lassen sich bis 29. November in der Gemäldegalerie jüngste Analysen zur Malgenese dieses Hauptwerkes der niederländischen Porträtkunst des 17. Jahrhunderts studieren.

Ausstellung zu Rubens’ Bildnis der Helena Fourment

Das Porträt der zweiten Frau von Peter Paul Rubens, Helena Fourment (1614-1673), das von Rubens und seiner Familie aufgrund des einzigen Kleidungsstücks der ansonsten nackten Gestalt immer nur “Das Pelzchen” genannt worden ist, wurde anlässlich der Ausstellung “Rubens in Private. The Master Portrays His Family” im Antwerpener Rubenshuis einem Makro-Röntgenfluoreszenz-Scanning unterzogen.

Mit dieser Technik können nicht mehr sichtbare Malschichten analysiert werden. Dabei wurde u.a. nachgewiesen, dass Rubens seine Frau ursprünglich im Freien stehend konzipiert und das bereits ausgeführte Brunnenbecken später übermalt hatte.

KHM-Schau zeigt Tizian-Parallelen

Auch Parallelen zu Tizians “Mädchen im Pelz”, das Rubens während seines Besuches in London in der Sammlung von König Charles I. gesehen und kopiert hatte und sich heute ebenfalls im Kunsthistorischen Museum befindet, sollen in der “Ansichtssache #13” deutlich werden.

(apa/red)

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