Keine Zwischenfälle auf Identitären-Demo in Wien

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Bei der Identitären-Kundgebung in Wien.
Bei der Identitären-Kundgebung in Wien. - © Vienna.at
Zu keinen Zwischenfällen kam es bei der Kundgebung der als rechtsextrem geltenden Identitären Bewegung am Mittwochabend in Wien-Mariahilf. 70 bis 80 rechte “Identitäre” versammelten sich am Christian Broda-Platz. Die 150 Linken, die diese Versammlung stören wollten, wurden durch mehrere Polizeiabsperrungen von der Kundgebung getrennt.

Die Zahlen stammen von Polizeiangaben, wobei die Exekutive von 70 Identitären sprach, ein Vertreter der Rechten gegenüber der APA von 80. Die beiden Gruppen trafen nicht auf einander – oder höchstens akustisch: Denn während die antifaschistischen Protestierer Slogans wie “Say it loud, say it clear, refugees are welcome here” in Richtung Identitäre schmetterten, revanchierten sich diese mit Parolen wie “Heimat, Freiheit, Tradition, Mulitkulti Endstation”.

Identitäre: Politik ist Schuld an Anschlägen

Identitären-Frontmann Martin Sellner machte in seiner Rede noch einmal klar, dass seine Gruppierung die Schuldigen an den jüngsten Anschlägen in Deutschland oder Frankreich in der österreichischen und europäischen Asyl- und Fremdenpolitik sieht. Er legte aber auch Wert auf die Feststellung, dass die Identitäre Bewegung “keine extreme Position” vertrete: “Wir vertreten eine Position der Mitte.” Die abschließende Schweigeminute hielt er dann auch “für alle Opfer dieser riesigen Völkerwanderung” ab, “auch die Ertrunkenen”.

Nach Beendigung der Identitären-Kundgebung löste sich die Gruppe rasch auf. Und auch auf der Seite der Gegendemonstranten wurde es rasch ruhig.

Schon vor Beginn der Demonstrationen hatte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) vor Gewalt gewarnt: “Das Demonstrationsrecht zählt zu den höchsten Gütern unserer Demokratie. Aber Gewaltausschreitungen gegen andere Gruppen oder die Polizei im Rahmen von Demonstrationen haben bei uns definitiv keinen Platz”, hatte Sobotka in einer der APA übermittelten Stellungnahme erklärt.

(apa/Red)

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