Keine Vertragsverlängerung für Chef der Tiroler Landesmuseen

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Landesrätin Palfrader sieht ein geschädigtes Vertrauensverhältnis
Landesrätin Palfrader sieht ein geschädigtes Vertrauensverhältnis - © APA (Archiv/EXPA/Groder)
Der bis 2019 laufende Vertrag des Direktors der Tiroler Landesmuseen, Wolfgang Meighörner, soll nun doch nicht, wie ursprünglich angekündigt, verlängert werden. Das Land bestätigte am Freitag gegenüber der APA entsprechende Medienberichte. Grund dafür sei ein geschädigtes Vertrauensverhältnis, teilte Kulturlandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) mit.

“Aufgrund jüngster Ereignisse wurden das Vertrauensverhältnis sowie die Kommunikationsbasis der Gesellschafter zum derzeitigen Geschäftsführer nachhaltig geschädigt”, erklärten Palfrader und Barbara Psenner, Vorstandsvorsitzende des Vereins Tiroler Landesmuseen Ferdinandeum, unisono. Das Land und der Verein hatten im Mai bekannt gegeben, dass für die Landesmuseen eine Doppelgeschäftsführung angestrebt wird. Meighörner hatte sich kurz darauf in einem Interview mit der “Tiroler Tageszeitung” (TT) kritisch dazu geäußert.

Eine Doppelgeschäftsführung unter Einbindung des derzeitigen Geschäftsführers sei nicht umsetzbar, hieß es seitens der Museumsgesellschafter. Es werde deshalb demnächst die Ausschreibung der Stelle eines Alleingeschäftsführers erfolgen, der nach Auslaufen des Vertrags von Meighörner die Geschäfte der Landesmuseen führen soll. Meighörner selbst meinte zur “TT”, dass er eine solche Reaktion vonseiten der Museumsgesellschafter nicht erwartet hätte.

Die Doppelgeschäftsführung war für das Jubiläumsjahr 2023 angestrebt worden – in diesem Jahr feiert der Verein Tiroler Landesmuseen Ferdinandeum sein 200-jähriges Bestehen. Damit wollten das Land und der Verein den anstehenden Herausforderungen insbesondere im Hinblick auf die Neuaufstellung des Ferdinandeums Rechnung tragen, hieß es.

(APA)

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