Keine Newcomer nach OÖ-Wahl: FPÖ-Regierungssitze bleiben gleich

Akt.:
Die Regierungssitze der FPÖ bleiben nach der Wahl in OÖ gleich.
Die Regierungssitze der FPÖ bleiben nach der Wahl in OÖ gleich. - © APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR
Nach der Landtagswahl in Oberösterreich ist es nun fix: Auf den Sitzen in der Landesregierung werden für die FPÖ keine Newcomer Platz nehmen, denn Manfred Haimbuchner, Günter Steinkellner und Elmar Podgorschek bleiben.

Haimbuchner war schon Landesrat, Steinkellner ebenso, zudem war er lange Jahre Klubobmann. Podgorschek hat Erfahrung nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch im Bundes- und im Nationalrat gesammelt unter anderem als FPÖ-Fraktionsführer im Hypo-Untersuchungsausschuss.

OÖ: Keine neuen Gesichter auf FPÖ-Regierungssitzen

Podgorschek wurde am 7. Jänner 1958 in Ried im Innkreis geboren. Er schloss dort die Handelsakademie ab. Danach leistete er den Wehrdienst als Einjährig-Freiwilliger, seit 1997 ist er Hauptmann der Miliz. 1979 absolvierte Podgorschek ein College für technische Chemie in Wien. Seit 1982 ist er Angestellter und geschäftsführender Gesellschafter im familieneigenen Farbhandelsbetrieb. Seine politische Karriere begann im Ring Freiheitlicher Jugend und in der Gemeindepolitik. Unter anderem war er Gemeinderat, Stadtrat und Vizebürgermeister in Ried.

Dem Bundesrat gehörte er anfangs kurz als Fraktionsloser, anschließend in der FPÖ von 23. Oktober 2009 bis 20. Oktober 2010 an. Seit 21. Oktober des selben Jahres ist er Abgeordneter zum Nationalrat und seit wenigen Tagen danach Klubobmann-Stellvertreter. Im Parlamentsklub war er für den Bereichen Finanzen zuständig. Zuletzt war er FPÖ-Fraktionsführer im Hypo-Untersuchungsausschuss. Er ist Mitglied des Bundesparteivorstandes und Landesparteiobmannstellvertreter in der FPÖ Oberösterreich. Podgorschek ist Altherrenobmann der schlagenden Rieder Studentenverbindung “Germania”, er bezeichnet sich selbst als Spross einer “nationalfreiheitlichen, bürgerlichen Familie”. Weil er trotz eines durch den damaligen Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) ausgesprochenen Verbotes 2012 beim Ball des Wiener Korporationsringes in Bundesheer-Uniform erschien, musste er 70 Euro Strafe zahlen, sein Einspruch dagegen wurde vom Unabhängigen Verwaltungssenat abgelehnt. Podgorschek ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Günther Steinkellner wurde am 20. Jänner 1962 in Linz geboren, er stammt aus einer Eisenbahnerfamilie. Nach der Matura 1981 in Linz studierte er an der Kepler-Universität Jus und wurde 1986 Magister der Rechtswissenschaften. Es folgte eine Tätigkeit in der Industrie und als Rechtsanwalt, ehe Steinkellner 1989 Direktor des freiheitlichen Parlamentsklubs wurde. Diese Funktion übte er bis 1991 aus. In diesem Jahr wurde Günther Steinkellner Gemeinderat in Leonding und FP-Abgeordneter und auch Klubobmann im Oberösterreichischen Landtag. Steinkellner ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Haimbuchner bleibt Landesparteiobmann

Haimbuchner wurde am 12. August 1978 in Wels geboren. Er ist der Sohn eines eingefleischten FPÖ-Bürgermeisters und -Landtagsabgeordneten. Er absolvierte ein Jus-Studium. Im Jahr 2000 trat er der FPÖ bei. 2003 wurde er Gemeinderat in Steinhaus bei Wels, 2006 zog er in den Nationalrat ein. Bei der Landtagswahl 2009 verdoppelte der damals erst 31-Jährige als Spitzenkandidat den durch innerparteiliche Turbulenzen 2003 auf 8,4 Prozent geschrumpften Stimmenanteil. 2010 löste er Lutz Weinzinger als Landesparteichef ab. Während sein Vorgänger am rechten Rand der Partei beheimatet war und das auch offen zeigte, gibt sich Haimbuchner – “Alter Herr” des Corps Alemannia Wien zu Linz – gemäßigter. Haimbuchner ist verheiratet.

(APA/Red)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen
Werbung