Kampf um EBEL-Titel startet für Vienna Capitals mit Spiel gegen HC Innsbruck

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Die Capitals starten "gut geölt und gesund" in die entscheidende Phase der Titelverteidigung.
Die Capitals starten "gut geölt und gesund" in die entscheidende Phase der Titelverteidigung. - © APA
Ab Freitag haben alle acht EBEL-Mannschaften wieder dieselbe Ausgangsposition im Kampf um den Meistertitel. Die Vienna Capitals belegten nach der Zwischenrunde Platz eins und wählten als Gegner den HC Innsbruck.

Mit einem historischen Play-off-Durchmarsch ohne Niederlage haben sich die Vienna Capitals im Vorjahr ihren zweiten Meistertitel geholt. Mit Platz eins nach Grunddurchgang und Zwischenrunde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) haben sich die Wiener auch für eine erfolgreiche Titelverteidigung in Stellung gebracht. Am Freitag beginnt der Kampf um den dritten Meistertitel aber wieder bei null.

“Ab jetzt gilt es”: Capitals-Coach Aubin will nicht zu weit nach vorne blicken

“Für alle Teams heißt es zurück an den Start. Alle acht Mannschaften haben dieselbe Ausgangsposition. Ab jetzt gilt es”, will Caps-Coach Serge Aubin von vergangenen Erfolgen nichts mehr wissen, wenn es zu Hause gegen Innsbruck im Viertelfinale in die “best of seven”-Serie gegen HC Innsbruck geht. Auch zu weit nach vorne blicken will Aubin, der die Wiener nach dieser Saison Richtung Zürich zum ZSC Lions verlässt, nicht.

“Wir denken von Spiel zu Spiel. Du kannst an einem Abend nicht vier Spiele gewinnen. Aber wir sind gut geölt und gesund”, erklärte der Kanadier. Als Nummer eins nach der Zwischenrunde durften die Caps ihren Gegner wählen und entschieden sich für die Haie. Innsbruck war auch im Vorjahr Auftaktgegner im Play-off, die Saisonbilanz spricht mit 5:1-Siegen ebenso klar für den Meister, der erst am vergangenen Sonntag einen souveränen Heimsieg gegen die Tiroler gefeiert hat.

Eishockey - EBEL-Viertelfinale

Red Bull Salzburg und Black Wings Linz als stärkste Herausforderer

“Es gibt keinen besonderen Grund, warum wir Innsbruck genommen haben”, meinte Aubin und warnte. “Innsbruck wird schwer, sie sind heuer besser, offensiv gefährlich. Wir bereiten uns auf eine lange Serie vor”, sagte der Trainer, der aber auch sein Team gegenüber dem Vorjahr einen Schritt weiter sieht. “Wir haben heuer eine größere Kadertiefe und die jungen Spieler haben von der Erfahrung aus dem Vorjahr gelernt. Sie haben gesehen, was es braucht. Wir sind heuer besser vorbereitet”, erklärte Aubin. Alles andere als eine klare Sache für die Capitals, die bis ins Finale Heimvorteil haben, wäre eine Überraschung.

Als stärkste Herausforderer gelten Red Bull Salzburg und die Black Wings Linz. Der siebenfache Meister aus Salzburg hat Dornbirn zum Gegner, der zweifache Champion aus Linz trifft auf Medvescak Zagreb. Zudem treffen Vizemeister KAC und der HCB Südtirol aufeinander.

Die Roten Bullen gehen ebenfalls in guter Form in die Play-offs. Die Mannschaft von Trainer Greg Poss hat mit sieben Siegen in der “Pick-Round” die beste Bilanz aller Teams in der oberen Zwischenrunde. “Wir haben uns im Lauf der Saison gesteigert, das war gut zu sehen. Die Pick-Round ist sehr gut gelaufen”, sagte der US-Amerikaner. Auch Gegner Dornbirn bewies in der unteren Hälfte gute Form und war mit sieben Siegen dort ebenso stärkstes Team.

Ältere Spieler in EBEL-Liga “kein gutes Zeichen”

“Wir haben uns gedacht, wir sind Zweiter, sie sind Siebenter, und es ist egal, gegen wen wir spielen. Deshalb haben wir sie gewählt”, erklärte Poss. Der Salzburg-Coach attestierte den Vorarlbergern, “auf jeden Fall ein starker Gegner” zu sein. Salzburg wird in der Serie auf seinen breiten Kader setzen. “Unsere Stärke ist unsere Tiefe, deshalb müssen wir mit vier Linien an die Sache herangehen. Wenn es im ersten Drittel nicht so läuft, werden wir im Lauf des Spiels stark. Das Gleiche gilt für eine Serie”, sagte Poss.

Beim bisher einzigen Play-off-Duell mit Dornbirn setzten sich die Salzburger 2013/14 nach 0:2-Rückstand noch mit 4:2 durch. “Damals haben sie eine extrem gute Mannschaft gehabt, es war eine schwere Serie”, erinnerte sich Salzburg-Kapitän Matthias Trattnig.

Der 38-Jährige verlor beim Blick zurück auch kritische Worte zum aktuellen Niveau der Liga. “Die Liga ist auf jeden Fall um einiges weniger körperbetont als vor ein paar Jahren. Durch die vielen Ausländer gibt es tiefere Mannschaften, aber die ersten zwei Linien waren früher stärker besetzt”, sagte Trattnig und fügte hinzu: “Die Liga ist eigentlich die gleiche wie vor zehn Jahren, nur dass die Österreicher alle zehn Jahre älter sind. Das kann kein gutes Zeichen sein.”

(APA/Red)

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