Kärntner Hotelier in Wien in den Tod gestürzt

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Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.
Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. - © Bilderbox
Tragisches Ende einer Messe: Ein Hotelier, der sein Haus auf der Ferienmesse präsentierte, stürzte aus einem Wiener Hotel im 7. Bezirk.

 Es ist der Albtraum vieler Menschen, der dem 48-Jährigen aus dem Kärtner Radenthein passierte: Der Mann lehnte sich gegen das Geländer seines französischen Hotelzimmer-Balkons. Die Verankerung löste sich, das Geländer bracht aus und Josef T. stürzte aus dem fünften Stock in den Tod. Vorerst blieb der Vorfall unbemerkt; der Sturz war in der Nacht passiert, die Leiche jedoch erst gegen 8 Uhr von einem Hotelbediensteten gefunden.  

Bekannter und beliebter Hotelier

Josef T. war kein Unbekannter. Nachdem er das Hotel in Döbriach erbte, hatte er es in ein beliebtes Sporthotel umgebaut. Als Fußballer hatte der 48-Jährige für einen Kärntner Verein in der Bundesliga gespielt und hätte auch Angebote von anderen Vereinen bekommen. Er war lieber zuhause geblieben. Josef T. war auch politisch engagiert und saß im Gemeinderat von Döbriach. Der schockierte Ort hat eines seiner bekanntesten Gesichter verloren. 

Sehr schwache Befestigungen gefunden

Inzwischen hat die Baupolizei sämtliche Metallverstrebungen der Unterkunft als “aus unserer Sicht nicht ausreichend” bewertet. Wie Leiter Gerhard Cech am Freitag berichtete, seien die Metallgitter vor den französischen Fenstern “nur sehr schwach befestigt gewesen, mit kleinen Schrauben.”Der Hotelbetreiber muss nun sämtliche Metallverstrebungen verstärken. Ob es sich um Fahrlässigkeit handelt, wollte Cech nicht kommentieren: “Die Schuldfrage klärt das Gericht, nicht wir.” 

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