Kaczynski punktet vor Stichwahl bei TV-Duell

Noch keiner hat einen entscheidenden Vorteil
Noch keiner hat einen entscheidenden Vorteil - © APA (epa)
Das Rennen um das Präsidentenamt in Polen bleibt spannend: Der national-konservative Bewerber Jaroslaw Kaczynski konnte beim letzten TV-Duell vor der Stichwahl gegen seinen Gegenspieler Bronislaw Komorowski punkten. Kaczynski sei diesmal “besser vorbereitet” gewesen, schrieb die linksliberale Zeitung “Gazeta Wyborcza” am Donnerstag.

Der Kandidat der Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) habe die zweite Chance gut genutzt, meinte das konservative Blatt “Rzeczpospolita”. Auch “Dziennik Gazeta Prawna” sah in Kaczynski den Sieger der Debatte.

Einer Umfrage des Instituts GfK Polonia zufolge gewann dagegen Komorowski mit 41 Prozent knapp vor Kaczynski mit 37 Prozent, während 18 Prozent die Diskussion als unentschieden bewerteten. Beide Kandidaten waren am Mittwochabend eine Stunde lang von Journalisten der drei größten Fernsehstationen zur Sozial-, Wirtschafts- und Außenpolitik befragt worden. Das erste TV-Duell vor drei Tagen hatte Komorowski klar für sich entschieden. Er gilt als Favorit.

Die Publizisten schätzten die Bilanz beider Debatten als insgesamt unentschieden ein. Keiner der Kandidaten habe einen “strategischen Vorteil” erreicht, es habe kein K.o. gegeben, hieß es bei “Gazeta Wyborcza”. Beim ersten Wahlgang am 20. Juni hatte Komorowski mit 41,5 Prozent vor Kaczynski (36,4) gewonnen. Weil keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, müssen die beiden Bestplatzierten am 4. Juli erneut gegeneinender antreten.

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