Junges ÖEHV-Team unterlag Olympia-Teilnehmer Norwegen

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Trainer Roger Bader war nicht unzufrieden - © APA (Fohringer)

Das junge österreichische Eishockey-Team ist am Donnerstag mit einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Norwegen in die Saison mit dem Höhepunkt A-WM gestartet. Nach dem Premierentreffer von Dominic Zwerger und dem Ausgleich zum 2:2 durch Thomas Hundertpfund stellte Ken Andre Olimb mit seinem zweiten Powerplay-Treffer in Innsbruck den Erfolg des Olympia-Teilnehmers sicher.

Das Aufgebot von ÖEHV-Teamchef Roger Bader präsentierte sich gegen den höher eingeschätzten, weil mit dem fast vollzähligen Kader für die Winterspiele angerückten Gegner sehr kampfstark und hielt über weite Strecken gut mit. Die Entscheidung gelang den Gästen im Überzahlspiel. Konstantin Komarek erhielt nach einem unabsichtlichen Foul eine Matchstrafe, und die Norweger nützten die 4:3-Überlegenheit in der Verlängerung zum Siegestreffer.

“Leider haben wir zu viele Strafen genommen”, bedauerte Kapitän Hundertpfund im ORF-TV-Interview. “Wir haben bis zur letzten Minute voll gekämpft. Die Strafe von Komarek war ein blödes Missgeschick, und im Powerplay haben die Norweger ihre Klasse ausgespielt.”

Mann des Spiels aufseiten der Österreicher war Dominic Zwerger, der sich bei seinem Debüt im ÖEHV-Dress auch gleich in die Schützenliste eintrug. Der 21-jährige Vorarlberger mit vierjähriger Nordamerika-Erfahrung erzielte in der 12. Minute das 1:0. “Ich habe einen Haken auf die Backhand gemacht, und zum Glück ist der Puck am Goalie vorbeigerutscht”, sagte der Stürmer des Schweizer Oberhausclubs Ambri-Piotta.

Die Führung hielt lange, doch im Schlussabschnitt nützten die in der Weltrangliste neuntplatzierten Gäste eine von mehreren guten Möglichkeiten. Anders Bastiansen bezwang Goalie David Kickert (48.). Nachdem die Norweger eine Powerplay-Chance (Philipp Lindner saß auf der Bank) durch Olimb (56.) zur Führung genützt hatten, bekamen auch die Heimischen im Finish noch die Möglichkeit eines Überzahlspiels. Kapitän Hundertpfund erzielte nach einem Gestochere das 2:2 (58.).

Doch in einer weiteren numerischen Unterlegenheit nach dem Ausschluss Komareks musste die ÖEHV-Auswahl in der Overtime das 2:3 hinnehmen (63.). Für Teamchef Bader hatte das Spiel seinen Zweck jedoch erfüllt. “Wir können uns als Mannschaft weiterentwickeln, und ich kann gut Spieler sichten”, hatte der Schweizer schon vor dem Match erklärt.

Nächster ÖEHV-Gegner ist am Freitagabend (20.30 Uhr/live ORF SPort +) der Olympia-Gastgeber Südkorea.

(APA)