Josef Gaschl: Vielfach ausgezeichneter Wiener Polizist geht in Pension

Josef Gaschl geht nach 40 Jahren bei der Polizei in Pension.
Josef Gaschl geht nach 40 Jahren bei der Polizei in Pension. - © APA/Angelika Kreiner
Josef Gaschl erhielt in seinen 40 Dienstjahren bei der Wiener Polizei mehr als 220 Belobigungen. Wofür der Gesetzeshüter besonders kämpfte und was ihn laut dem stellvertretenden Landespolizeidirektor besonders auszeichnet.

Die Wiener Polizei hat am Dienstag einen mehrfach ausgezeichneten Chefinspektor bei einer offiziellen Feier in die Pension verabschiedet. Der 61-jährige Josef Gaschl war 40 Jahre bei der Polizei tätig und hat in dieser Zeit mehr als 220 Belobigungen erhalten. Seit 2005 ist Gaschl Kommandant der Polizeiinspektion Stiftgasse in Neubau. Ab 1. April ist er dann wirklich im Ruhestand.

Er wurde in seiner Laufbahn unter anderem mit dem silbernen Verdienstzeichen der Republik Österreich, dem Sicherheitsverdienstpreis für Wien oder auch dem 133er-Award in der Kategorie “polizeiliches Lebenswerk” ausgezeichnet. In der Mariahilfer Straße ist er für die Bevölkerung und Geschäftsbesitzer ein weithin bekannter Ansprechpartner. Jeden Nachmittag geht er raus vor die Tür, in sein Grätzl am Neubau, erzählte er bei einem Rundgang am Dienstag. Die Grätzelpolizisten findet er eine gute Idee, allerdings brauche es auch das Personal dafür.

“Hohe Fachkompetenz und besondere Menschlichkeit”

Angst habe er in seiner ganzen Dienstzeit “eigentlich nie gehabt”. Ein besonderes Anliegen war ihm immer die Bekämpfung von “Handtaschlziehern”, denn die suchen sich “die leichtesten Fälle als Opfer, alte Frauen, Mütter mit Kindern”. Da kam es auch vor, dass er am Westbahnhof in die U-Bahn ein- und in der Station Neubaugasse aus der U-Bahn ausgestiegen ist – mit drei auf frischer Tat ertappten Handtaschendieben, die er gleich mit auf die Polizeiinspektion nahm.

Verabschiedet wurde Gaschl am Dienstag unter anderem von Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, und dem stellvertretenden Landespolizeidirektor Karl Mahrer. Gaschl könne mit gutem Gewissen als Legende bezeichnet werden, sagte Mahrer. Denn er vereine “hohe Fachkompetenz mit besonderer Menschlichkeit”.

Das Leben in der Stadt und die vielen Menschen wird er in der Pension vermissen. Aber er freut sich schon darauf, mehr Zeit für ausgedehnte Motorradtouren und seine zwei Enkelsöhne zu haben, sagte er im Gespräch mit der APA.

(APA, Red.)

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