Jörg Leichtfried wird neuer Infrastrukturminister

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Jörg Leichtfried übernimmt die Agenden von Infrastrukturminister Gerald Klug.
Jörg Leichtfried übernimmt die Agenden von Infrastrukturminister Gerald Klug. - © APA
Jörg Leichtfried übernimmt nach Gerald Klug das Infrastrukturressort. Seine neue Funktion wird der Obersteirer wohl in gewohnter Art langsam angehen, damit nichts “den Bach runtergeht”. Wir haben alle Infos zum neuen Infrastrukturminister.

Vom Infrastrukturlandesrat zum Infrastrukturminister befördert der neue Kanzler Christian Kern den Steirer Jörg Leichtfried – als Ersatz für dessen Landsmann Gerald Klug. Leichtfried ist trotz seiner ruhigen Art einer der rar gewordenen markanten Köpfe in der weiß-grünen SPÖ. Er war 2004 bis 2015 EU-Parlamentarier, zuletzt Delegationsleiter. 2015 wurde er in die steirische Landesregierung geholt.

Jörg Leichtfried übernimmt Infrastrukturministerium

Dort übernahm er ein bunt zusammengewürfeltes Ressort: Infrastruktur, Umwelt, Sport und Tierschutz. Seine neue Funktion ging der Obersteirer, wie es seine Art ist, langsam an – erst Kennenlernen der Player, vernetzen, einbinden, keine überhasteten Maßnahmen, damit es nicht “den Bach runtergeht”. Schnellschüsse sind so gar nicht seine Sache. Wenn er sich zu einem Thema noch keine grundlegende Meinung gebildet hat, bereitet er sich gründlich vor.

In seiner kurzen Amtszeit in der steirischen Landesregierung hat er den S-Bahn-Ausbau in der Obersteiermark vorangetrieben und versucht, mit den – zuletzt leicht geschrumpften – Mitteln in seinem Ressort, das beste zu machen.

Langjähriger EU-Parlamentarier mit Erfahrung in Verkehrsfragen

Ein Schwergewicht ist Leichtfried in Verkehrsfragen. Jahrelang war er in diesem Bereich in Brüssel tätig, ist daher europäisch vernetzt und kennt die Vorgaben und Möglichkeiten. Als langjähriger EU-Parlamentarier spricht er sehr gut Englisch und passabel Französisch.

Seine ersten politischen Sporen hatte sich Leichtfried unter Schwarz-Blau verdient. 2000 betrat er die politische Bühne – und forderte als geschäftsführender Bundesvorsitzender der Jungen Generation in der SPÖ sofort den Rücktritt von Kanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP). Für das damals den Blauen überlassene Infrastrukturministerium hatte er 2000, nach dem Rücktritt von Michael Schmid, einen eher zynischen Nachbesetzungsvorschlag: Der frühere Schiläufer Patrick Ortlieb, damals FPÖ-Abgeordneter, wäre logischer Ressortchef in der an Kompetenzmangel unübertroffenen FPÖ-Ministerpartie.

Kurz-Portrait über Jörg Leichtfried

Jörg Leichtfried, geboren am 18. Juni 1967 in Bruck/Mur – verheiratet, ein Sohn. Studierter Jurist (Dr. iur). Beruflicher Werdegang: Gerichtsjahr, 1995-1999 Rechtsreferent bei der Arbeiterkammer Steiermark, 1998-2004 Fachbereichsleiter Bürgerservice in Bruck/Mur. Politischer Werdegang: 1982-2000 verschiedene Funktionen in der SJ bzw. der JG, 2000-2002 Bundesvorsitzender der Jungen Generation, 2004-2015 EU-Parlamentarier, ab 2014 Delegationsleiter der SPÖ und Vize-Präsident der Sozialdemokratischen Fraktion. Seit 2015 Landesrat für Infrastruktur, Umwelt, Sport und Tierschutz, zuvor (2000-2014) stv. Vorsitzender der SPÖ Steiermark.

(APA/Red)

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