Job, Finanzen, Familie: Mehr als 40 Prozent der Österreicher häufig oder dauerhaft gestresst

Eine Umfrage verortete die größten Stressfaktoren der Östereicher
Eine Umfrage verortete die größten Stressfaktoren der Östereicher - © Pixabay (Sujet)
Einer Umfrage zufolge fühlen sich mehr als 40 Prozent der Österreicher häufig oder nahezu dauerhaft gestresst, die Gefahr eines Burn-Outs verortet jeder Dritte bei sich. Hauptgründe für die Belastung sind demnach Arbeit, finanzielle Situation und Familie.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Marketagent im Auftrag der Firma Allergosan, die am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert wurde

Österreicher durch Job, Finanzen und Familie gestresst

Für die repräsentative Studie wurden 1.014 web-aktive Österreicherinnen und Österreicher zwischen 18 und 69 Jahren im Oktober 2017 befragt. Acht von zehn Österreichern (84,3 Prozent) fühlen sich zumindest hin und wieder gestresst, bei 42,4 Prozent der Befragten steht Stress sogar häufig oder (fast) dauerhaft auf der Tagesordnung. 36,7 Prozent der Befragten sehen sich selbst gefährdet, an einem Burn-out zu erkranken, 37,7 Prozent erkennen dieses Risiko bei engen Bezugspersonen. Als weitaus häufigster Auslöser für Stressbelastung wird der Job (36,8 Prozent) genannt, gefolgt von der finanziellen Lage (19,1 Prozent) und der Familie bzw. Beziehung (16,7 Prozent).

Männer lassen sich eher als Frauen von der Arbeit stressen

Männer lassen sich eher als Frauen von der Arbeit stressen (44,1 bzw. 29,7 Prozent), während Frauen wiederum stärker als Männer von der Familie bzw. Beziehung belastet werden (21,3 bzw. zwölf Prozent). Die häufigsten physischen Folgen der Stressbelastung sind nach Angaben der Befragten Müdigkeit, Schlappheit, Ein- und Durchschlafprobleme, Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich sowie schlechte Laune. Dazu kommen bei fast einem Drittel der Gestressten Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung (31,6 Prozent) oder Magenbeschwerden (31,5 Prozent). Da viele der gestressten Österreicher vermehrt zu Süßigkeiten (49 Prozent), koffeinhaltigen Getränken (42,5 Prozent) und Fast Food (30,1 Prozent) greifen, scheinen letztere Symptome auch wenig verwunderlich.

Als ausgleichend empfinden die Befragten in erster Linie genügend Schlaf, der für 48 Prozent wichtig zur Stressreduktion ist. 44,8 Prozent setzen auf leichte Bewegung wie Spazierengehen, Walken oder Wandern. Etwas lieber als gemeinsam mit Freunden (42,3 Prozent) wird vor dem Fernseher entspannt (43,6 Prozent). Von ihren Arbeitgebern wünschen sich 63,3 Prozent der – berufstätigen – Stressbetroffenen mehr Anerkennung ihrer Leistungen bzw. Lob und 56,4 Prozent finanzielle Anreize für Mehrarbeit. Für rund die Hälfte wäre wichtig, Zeitausgleich zu ermöglichen bzw. den Zeitdruck bei der Arbeit zu verringern.

(APA/Red.)

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