8. Oktober 2012 09:45; Akt.: 8.10.2012 09:45

Jesus Christ Smokes Holy Gasoline geben Abschiedskonzert in Wien

Jesus Christ Smokes Holy Gasoline lösen sich auf. Jesus Christ Smokes Holy Gasoline lösen sich auf. - © Rene Hümer
Die heimische Rock-Band Jesus Christ Smokes Holy Gasoline, auch bekannt kurz als JCSHG, gibt am 19. Oktober in der Wiener Arena ihr Abschiedskonzert.

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“Der Organismus wird ja nicht besser, wenn man 20 Jahre Rock and Roll lebt”, begründete Sänger und Gitarrist Gerold Haubner mit einem Schmunzeln die Auflösung der Formation. Über die Musik seiner Band sagte er: “Es raucht, es fetzt, es kracht, es grammelt.”

Ein paar Freunde um Haubner hatten sich im Jahre 1992 gedacht, dass man “nicht nur gemeinsam im Wirtshaus sitzen, sondern eine Gruppe gründen” könnte. “Der erste Einfluss war die Pre-Grunge-Phase von Dinosaurs Jr. mit einem Schuss Black Sabbath und Metallica. Laut einfach!” erzählte Haubner. “Wir haben wirklich geglaubt, wir werden die Welt verändern, dass wir zumindest in Österreich voll durchstarten, weil es sowas hier noch nicht gegeben hat.”

Jesus Christ Smokes Holy Gasoline live

Immerhin spielten JCSHG zahlreiche Tonträger ein und wurden zum fixen Bestandteil der Konzertszene. Tourneen führten die Truppe immer wieder ins Ausland. “Highlights waren Auftritte beim Donauinselfest, in Wiesen und am Nova Rock. Toll waren unter anderem eine Clubtour durch das Saarland und das sogenannte Baustoffe-Open-Air im Osten Deutschlands in einer Baugrube vor verrosteten Kränen”, so der Frontman. Das Ende von JCSHG hat Haubner keineswegs den Humor verdorben: “Wir sind mittlerweile alle berufstätig, wir haben gemerkt, dass man mit Musik nicht das Geld verdienen kann, um ein geregeltes bürgerliches Leben führen zu können. Da haben wir uns gedacht, dass wir als Freunde auch so auf ein Bier gehen können – und uns nicht mehr die Ohren ruinieren müssen.”

Abschiedsgig in Wien

Beim letzten Gig werden Weggefährten und prominente Gäste auf der Bühne erwartet. Auch wenn es zum Weltruhm nicht gereicht hat, will Haubner die Zeit nicht missen: “Ich kann nur empfehlen: Wenn jemand Musik machen will, soll er es tun und alles geben, aber sich klar sein, dass nur wenige damit Geld verdienen. Das ist wie im Sport – nur weil es olympische Spiele gibt, heißt das nicht, dass man Medaillen macht.”

Haubner selbst wird künftig als “härtester DJ Österreichs” unter seinem Pseudonym Rokko Ramirez solo weitermachen.

Das Abschiedskonzert findet am 19. Oktober in der Arena Wien. Statt. Als Support fungiert übrigens Poledance Vienna. Mehr Informationen zur Band hier.

(APA/Red.)



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