Jamie Oliver besuchte “Jamie’s Italian” in Wien

Jamie Oliver stattete am Freitag Wien einen Besuch ab.
Jamie Oliver stattete am Freitag Wien einen Besuch ab. - © APA/ AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI
Der britische Starkoch Jamie Oliver stattete am Freitag seinem Lokal beim Stubentor in Wien einen Besuch abgestattet. Mit dabei waren 50 Fans und Journalisten, die auf Tuchfühlung mit dem 42-Jährigen gehen konnten.

Nachdem sich der bekannte Koch für Selfies zur Verfügung gestellt hatte, sprach er über das Konzept seiner Restaurantkette und die ausgewählten Zutaten. Serviert wurden unter anderem Erbsen-Minz-Arancini und Fleischbällchen mit Pappardelle. “Das ist Comfort Food für mich und meine Frau liebt es”, erzählte Oliver.

Favorit “natürlich” Wiener Schnitzel

“Wir versuchen nicht, das Rad neu zu erfinden”, sagte er. Ihm gehe es um ein nettes Lokal, einen freundlichen Ort, gute Produkte und die Leidenschaft zum Essen. Dazu, die österreichische Küche zu genießen, sei er bei seinem Kurz-Aufenthalt in Wien zwar nicht gekommen – er habe lediglich ein bisschen Whisky getrunken – stellte ihr aber trotzdem ein gutes Zeugnis aus. “Ich habe noch nie schlecht in dieser Stadt gegessen”, versicherte er. Sein Favorit sei “natürlich” das Wiener Schnitzel. “Das ist eine dieser Speisen, zu denen du immer wieder zurückkehrst.”

Auch seine Empfehlungen für gesunde Ernährung verriet er: “Kochen ist ein wirklich guter Anfang.” Auch auf eine gute Portion Olivenöl könne man sich immer noch verlassen. Besonders wichtig ist ihm aber eine andere Zutat: “Wenn es keine Kräuter auf diesem Planeten gäbe, würde ich definitiv zu kochen aufhören”, sagte Oliver. “Früher hatte ich Träume, in denen ich nackt über Felder mit Kräuter gelaufen bin.”

Brexit brachte wirtschaftliche Probleme

Auf Nachfrage ging der Unternehmer auch auf die wirtschaftlichen Probleme der Kette “Jamie’s Italian” in Großbritannien ein. Das Unternehmen musste wegen hoher Schulden mehrere Filialen in Großbritannien schließen. “Tausende Menschen zu beschäftigen, ist tough”, sagte Oliver. Vor allem wenn man Wert auf hochwertige Zutaten lege und darauf, nicht nur das Mindestgehalt zu bezahlen. Auch der Brexit habe “absolut nicht geholfen”, meinte er.

“Ich werde nicht sagen, dass es einfach ist.” Er glaube aber daran, dass schwierige Zeiten einen stärker machen. “Ich habe keinen Zweifel, dass wir es überstehen”, sagte Oliver. “In Großbritannien ist es schwierig. Aber wir florieren in anderen Ländern.”

Hinter der Wiener Dependance, die im vergangenen Herbst eröffnet hat, steht die ungarische Zsidai Gastronomy Group, die bereits in Budapest ein “Jamie’s Italian” führt. Es ist das erste “Jamie’s Italian” im deutschsprachigen Raum.

(APA/red)

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