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Jahrhundertkünstler Gustav Klimt: Gedenkausstellung beginnt am 22. Juni im Wiener Leopold Museum

Die Ausstellung beginnt am Freitag.
Die Ausstellung beginnt am Freitag. ©AP
Am 6. Februar jährte sich schon der Todestag von Gustav Klimt zum hundertsten Mal, weshalb am Freitag im Wiener Leopold Museum eine dazugehörige Gedenkausstellung stattfindet.

Dass die dazugehörige Personale im Wiener Leopold Museum erst am Freitag beginnt, ist nicht zuletzt der Konkurrenz geschuldet – nicht an Museen, die macht sich überraschend rar – sondern an Todestagen: stehen und standen doch heuer auch Gedenken an Heroen wie Egon Schiele, Koloman Moser und Otto Wagner an. Klimt, der “Jahrhundertkünstler”, wie die Kuratoren, Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger und Sandra Tretter von der Klimt Foundation, ihre Ausstellung betitelt haben, ist also nicht zuletzt durch das gemeinsame Todesjahr für immer mit seinen Künstlerkollegen der weltbekannten Wiener Moderne vereint.

Von Rudolf Leopold gemeinsam gesammelt, stehen sich der damalige Malerfürst (Klimt) und sein junger wilder Freund (Schiele) nun mit einem Stockwerk Abstand in umfassenden Werkschauen gegenüber – und wo bei Schiele staunen macht, was sich da alles in der Hand des Ehepaares Leopold befand, da punktet man bei Klimt nicht zuletzt mit hochkarätigen Leihgaben. Sechs Gemälde kann man als neue Dauerleihgaben aus Privatsammlungen präsentieren, als größter Leihgeber auch kuratorisch eingebunden war die Klimt Foundation, gegründet aus der Sammlung des Klimt-Sohnes Gustav Ucicky und geleitet von Ex-Leopold-Geschäftsführer Peter Weinhäupl.

Und so wird eine Begegnung möglich, die man in der Schau geradezu mythisch in einer eigens errichteten “Kathedrale”, so Wipplinger, inszeniert: “Tod und Leben”, die Klimt-Ikone der Sammlung Leopold trifft erstmals “Die Braut”, jenes letzte große, allegorische Werk des Malers, das er bei seinem Schlaganfall unfertig auf der Staffelei seines Ateliers hinterließ. Beide Bilder, gegenüber in einer dunklen Flucht platziert, sind mit Skizzen und Studien unterfüttert und umgeben auch von Inspirationsquellen, etwa Stücken aus Klimts persönlicher Sammlung fernöstlicher Kunst, deren Motive und Muster sich in der “Braut” fast ungebrochen wiederfinden. Man wolle damit ein Eintauchen “in die Fantasien und Visionen” Klimts ermöglichen, so Tretter bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Gustav Klimt als Jahrhundertkünstler

Die beiden großen allegorischen Werke erklären als Höhe- und Endpunkt der Ausstellung das Lebenswerk zum chronologischen Fortschritt: Beginnend mit den historistischen Arbeiten, den beeindruckend präzisen frühen Porträts, wird die Zäsur der Hinwendung zur Moderne, die in der Gründung der Secession und dem Streit um die als großformatige Reproduktion ausgestellten Fakultätsbilder mündete, als Geburtsstunde eines visionären Bilderkosmos zwischen Zyklen von Leben, Begehren und Sterben sowie dem kontrapunktischen Ruhepol der Natur gefeiert. Unter den Landschaftsbildern, denen ein eigener Raum gewidmet ist, finden sich einige der schönsten Leihgaben der Ausstellung: Der “Tannenwald” aus Zug, ein “Apfelbaum” aus der Sammlung Louis Vuitton, der “Litzlbergkeller” oder eine “Schönbrunner Landschaft” aus Privatbesitz.

Mithilfe der Leihgaben, der Skizzen, eines Kleider- und Schmuckkabinetts von Emilie Flöge und der lebensechten Inszenierung seines Ateliers bemüht man sich in dieser Gedenkausstellung um neue Blickwinkel und Erlebnisräume, um Werkbegegnungen, die eine neue Form von Rezeption triggern können, um Kontext zum Angreifen statt reiner Ikonografie der Meisterwerke – das ist wohltuend und entschädigt ein Stück weit für die auffallend fehlende ganz große Schau, die ein echtes Zusammenführen der Wiener und internationalen Klimt-Bestände gefordert und eine tatsächlich umfassende Würdigung ermöglicht hätte. Ein Stück weit.

APA/red

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