Jahrestag der “Pizzeria Anarchia”-Räumung: Bilanz zu 870.000 Euro-Einsatz

Polizisten vor dem Haus Mühlfeldgasse 12 in Wien-Leopoldstadt, im Rahmen der Räumung am 28. Juli 2014
Polizisten vor dem Haus Mühlfeldgasse 12 in Wien-Leopoldstadt, im Rahmen der Räumung am 28. Juli 2014 - © APA
Am Dienstag jährt sich die Räumung der “Pizzeria Anarchia”, des besetzten Hauses in Wien-Leopoldstadt. Um den damaligen Polizeieinsatz – für die letztlich 19 Aktivisten in dem Haus waren insgesamt mehr als 1.400 Beamte im Einsatz – gab es bereits im Vorjahr heftige Kritik.

Dieser Tage ist klar geworden, dass der Bund für die 870.000 Euro teure Aktion aufkommen muss.

Besitzer muss Räumung nicht zahlen

In einer Rechtsexpertise wurde festgestellt, dass keine Möglichkeit einer Regressforderung gegen den Besitzer besteht. Der Besitzer des Hauses in der Mühlfeldgasse 12 hatte zweieinhalb Jahre vor der Räumung Aktivisten aus der Hausbesetzerszene angeboten, für ein halbes Jahr gratis in dem Gebäude zu wohnen. Er soll damit die Absicht verfolgt haben, die übrig gebliebenen Mieter aus dem Haus zu bekommen, was er selbst jedoch zurückwies.

Entstehung der Pizzeria Anarchia

Die Aktivisten solidarisierten sich jedoch mit den anderen Bewohnern, das Haus wurde besetzt und eine Pizzeria eröffnet. Der Besitzer schaltete die Justiz ein und erwirkte die Räumung. Die Wiener Polizei zog vor allem die Lehre aus der “Pizzeria Anarchia”, dass die Kommunikation schneller werden muss, und verbreitet Informationen nun auch per Twitter.

(apa/red)

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