Jährlicher Frühjahrsputz bringt 4.000 Österreicher ins Krankenhaus

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Dieser Fensterputzer ist offensichtlich gut gesichert, viele Österreicher sind es beim Frühjahrputz jedoch nicht
Dieser Fensterputzer ist offensichtlich gut gesichert, viele Österreicher sind es beim Frühjahrputz jedoch nicht - © Pixabay (Sujetfoto)
Der Frühjahrsputz hat in vielen heimischen Haushalten Tradition. Das sich dabei jedoch tausende von Österreicher teils so schwer verletzen, dass sie ins Krankenhaus müssen, ist leider ebenso vorhersehbar.

Rund 4.000 Personen werden sich laut Prognose des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) in den kommenden Wochen bis Ende Mai schwer verletzen, Frauen sind besonders häufig betroffen.

Traditioneller Frühjahrsputz bringt rund 4.000 Österreicher ins Spital

Zum umfassenden Frühjahrsputz gehört auch das Heben schwerer Einrichtungsgegenstände, das Benutzen von Leitern sowie der Einsatz aggressiver Haushaltsreiniger und Chemikalien. “All das mag alltäglich und harmlos klingen, und doch verletzten sich laut Analysen des KFV im Jahr 2017 rund 21.400 Personen bei Reinigungsarbeiten im Haushalt so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten”, informierte Christian Kräutler, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV. Knochenbrüche, offene Wunden, Sehnen- und Muskelverletzungen sowie Prellungen zählen dabei zu den am häufigsten auftretenden Verletzungen.

Ablenkung, Hektik, Fehleinschätzung

Die meisten Verletzungen bei Reinigungsarbeiten im Haushalt werden durch Stürze (73 Prozent), scharfe Gegenstände (zehn Prozent) sowie Zusammenstöße mit anderen Objekten oder Personen (zehn Prozent) hervorgerufen. Die meisten der Unfälle sind auf Ablenkung, Hektik oder Unachtsamkeit (37 Prozent) sowie Fehleinschätzung (elf Prozent) zurückzuführen. “Gerade in vertrauter Umgebung verhält man sich allzu oft sorglos oder unvorsichtig: Man steigt fürs Fensterputzen aufs Fensterbrett, missbraucht aus Bequemlichkeit einen Sessel als Leiter oder balanciert über feuchte Flächen, die soeben gewischt wurden. In Kombination mit Hektik und Ablenkung kann dies schnell zu gefährlichen Situationen führen”, warnte Kräutler.

Der KFV rät zu ausreichend Zeit und zweckmäßiger Kleidung. Zudem sollte man niemals auf Fensterbänke, Stühle oder Tische steigen, sondern stets geprüfte Leitern als Steighilfen verwenden. Multitasking ist ebenfalls zu vermeiden, denn mit der Hektik steigt auch die Unfallgefahr. Um unfallfrei durch den Frühjahrsputz zu kommen, sollten zudem die Produktetiketten sorgfältig gelesen werden.

(APA/Red.)

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