J. Edgar

J. Edgar
“J. Edgar” ist keine gewöhnliche Filmbiografie über die Karriere und die Macht des gefürchteten Gründers der amerikanischen Bundespolizei.

Es ist vielmehr das sensible Porträt eines Mannes mit vielen Schwächen, die Hoover sein Leben lang verbergen wollte. Das Bild des Muttersöhnchens, von Selbstzweifeln zerrissen, ein verkappter Homosexueller, der sich nie offen zu einer Liebe bekannte. Das ist die andere Seite, die Regisseur Clint Eastwood mit viel Fingerspitzengefühl enthüllt.

Der Vorläufer der US-amerikanischen Bundeskriminalpolizei, des Federal Bureaus of Investigation (FBI), wurde bereits 1908 gegründet. Unter J. Edgar Hoover mutierte die einst kleine Behörde im Justizministerium schließlich zum umfassenden Ermittlungsapparat. Mit seiner Zuständigkeit für Vergehen gegen Bundesgesetze ist es dem Justizministerium unterstellt. Unter den mehr als 35.000 Mitarbeitern finden sich fast 14.000 Ermittler (Special Agents). Sie bekämpfen das organisierte Verbrechen, Terror und Spionage, Banküberfälle und Entführungen, Verstöße gegen das Kartellgesetz und seit 1982 auch Drogenkriminalität.

Der Hauptsitz des FBI ist Washington. Nebenstellen gibt es in 56 amerikanischen Städten, gut 60 sind weltweit bei den US-Botschaften akkreditiert. Der FBI-Direktor, seit September 2001 Robert S. Mueller, wird vom Präsidenten ernannt und vom Senat bestätigt. Die Aktionen des FBI waren immer wieder umstritten, besonders unter der Führung von Hoover, in dessen Amtszeit (1924-1972) auch die regierenden US-Präsidenten vor den FBI-Spitzeln nicht sicher waren.

(APA)

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