Italien gab entwendete Gemälde an Österreich zurück

Zwölf Ölgemälde auf Goldgrund aus dem 15. Jahrhundert, die in Diebstählen der Jahre 1986 und 1987 aus den Kirchen in Bad St. Leonhard in Kärnten und im oberösterreichischen Hallstatt entwendet und in Italien sichergestellt wurden, sind am Mittwoch an Österreich zurückgegeben worden. Die Gemälde werden am Donnerstag in Kärnten und Oberösterreich eintreffen.

“Der professionellen Arbeit und der interdisziplinären Kooperation zwischen Italien und Österreich ist es zu verdanken, dass diese wertvollen Gemälde wieder nach Hause zurückkehren können. Sie sind Teile von Flügelaltären und werden nach einer Begutachtung und einer Restaurierung wieder an den Ort zurückgebracht, wo sie sich ursprünglich befanden”, berichtete die Diözesankonservatorin der Diözese Gurk – Klagenfurt, Rosmarie Schiestl, im Gespräch mit der APA. Die Bilder, die zum Teil Feuchtigkeitsschäden aufweisen, wurden von den Carabinieri des Kommandos für Kulturschutz an Österreich bei einer Zeremonie in der österreichischen Botschaft am Heiligen Stuhl übergeben.

Den Carabinieri war es im März gelungen, die Gemälde zu retten, bevor sie in rechtswidrigen internationalen Verkehr gebracht wurden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Ferrara hatten sich auf den illegalen Kunstmarkt konzentriert. Zwei Händler wurden wegen Hehlerei angezeigt. Sie waren dabei, die Werke im Ausland zu verkaufen. Die Ermittlungen laufen noch.

Vier Gemälde aus Bad St-Leonhard zeigen weibliche Heilige. Auf den Tafeln aus Hallstadt sind zwei Bischöfe, sowie Heilige zu sehen. “Wir bewundern die Arbeit der Carabinieri sehr, die die Gemälde gefunden haben und die es uns jetzt ermöglichen, diese Bilder den Kirchen zurückzugehen, aus denen sie entwendet wurden. Es handelt sich um wertvolle Beispiele sakraler Kunst, die jetzt in die Heimat zurückkehren können”, sagte der österreichische Botschafter am Heiligen Stuhl, Alfons Kloss.

Einige der sichergestellten Gemälde wurden vom März bis Juni im Palazzo Reale im Mailand im Rahmen der Ausstellung “Heilige Italiens” gezeigt werden. Ein Teil der Beute aus den Jahren 1986 und 1987 war bereits 1991 in Italien sichergestellt worden und wurde an Österreich zurückgegeben.

(APA)

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