Italien: Anschläge bei Olympia-Spielen

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Italien: Anschläge bei Olympia-Spielen
Terroristen aus Nahost haben italienischen Zeitungsangaben zufolge Bombenanschläge in Mailand und bei den Olympischen Winterspielen in Turin (10.-26. Februar) geplant.

Wie die römische Zeitung „La Repubblica“ am Freitag unter Berufung auf Informationen aus dem Innenministerium und aus Geheimdiensten berichtete, seien bis Mitte März ein schwerer Anschlag mit zwei Sprengstoffdetonationen auf den Hauptbahnhof in der Finanzmetropole Mailand vorgesehen gewesen. Damit habe Italien vor den Parlamentswahlen am 9./10. April getroffen werde sollen, heißt es.

Die Informationen habe ein aus dem Nahen Osten stammender Mitarbeiter des italienischen Geheimdienstes weitergegeben, der an Treffen von Terroristen in Mailand teilgenommen habe. In diesem Zusammenhang heißt es weiter, die italienischen Behörden hätten kürzlich drei Syrer festgenommen und später in deren Heimat abgeschoben.

Dagegen hatte Innenminister Giuseppe Pisanu kürzlich erklärt, es gebe keine konkreten Erkenntnisse über geplante Anschläge. Zugleich warnte er aber, Großereignisse wie Olympische Spiele und Parlamentswahlen würden stets das Interesse von Terroristen anziehen. Bei den Olympischen Winterspielen in Turin sollen über 10©000 Mann der Sicherheitskräfte eingesetzt werden.

Nach Angaben der Behörden ist Italien bereits seit Jahren im Visier islamistischer Terroristengruppen, vor allem wegen der Präsenz italienischer Soldaten im Irak. Mehrfach wurden Verdächtige vor allem in Norditalien gefasst und vor Gericht gestellt. Meist endeten die Prozesse aber mit vergleichsweise geringen Strafen.

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