Ist Tesla der Autohersteller der Zukunft?

Der neue Tesla S.
Der neue Tesla S. - © Manfred Winter
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Tesla noch als exotischer Hersteller angesehen, welcher die altbekannten Produzenten mit ihren Konzepten ganz schön zum Staunen brachte. Das aktuelle Flaggschiff von Tesla ist nach wie vor das sportliche Tesla Model S, dessen Leistungsdaten schon beeindruckend sind.

Der zukunftsweisende Tesla Elektroantrieb begeistert durch seine unglaubliche Dynamik. Im Gegensatz zu Benzinmotoren, bei denen sich hunderte von Teilen drehen und bewegen, kennen Tesla Elektromotoren nur ein Teil, das rotiert: den Rotor. Da stets das volle Drehmoment anliegt, beschleunigt das Model S über den gesamten Geschwindigkeitsbereich mit gewaltigem Vortrieb, aber leise und gleichmäßig. Die Leistungsdaten sprechen für sich, von 0 auf 100km/h beschleunigt der Tesla in nur 3,0 Sekunden. Mit 421 PS und 600NM Drehmoment welches von 0 bis 5300 rpm (Rotationen pro Minute) anliegt, kann man, vor allem auch durch den serienmäßigen Allrad, spielend bis zu 250 km/h beschleunigen. Da hat sogar ein Dodge Challenger das Nachsehen, wie in der GRIP Folge 324 auf RTL II zu sehen war:

Wir haben uns die Mühe gemacht, oder sollte man besser sagen, dass wir das Vergnügen hatten, uns mit einem Tesla etwas genauer zu beschäftigen. Sieht man sich das Auto im Detail an, so gibt es ein paar Punkte welche auf Anhieb ins Auge stechen. Die LED Scheinwerfer erinnern leicht an jene eines Audi A4, obwohl es keine Kopie ist, sondern eher so etwas wie eine Weiterentwicklung. Das Gesamtbild des Tesla Model S ist sehr sportlich und schürt Angst bei anderen Autofahrern im Rückspiegel. Auch an der Ampel kann man erstaunte Menschen beobachten. Die Rücklichter erinnern etwas an einen Jaguar XF aber im Grund ist auch der Heckbereich sehr gelungen, wenngleich die fehlenden Auspuffrohre gewöhnungsbedürftig sind. Die Seitenansicht ähnelt jener eines Porsche Panamera. Doch im Grunde finden sich bei den heutigen Fahrzeugen verschiedenster Hersteller generell sehr viele Ähnlichkeiten. Serienmäßig ist ein Tesla mit 19 Zoll großen Felgen ausgestattet. Gegen Aufpreis sind sogar Felgen der Größe 21 Zoll erhältlich. Die Felgengröße ist heutzutage so etwas wie ein Statussymbol, das wichtiger zu sein scheint als die Effizienz und das Thema Energiesparen. Sowohl außen wie auch innen kann ein Tesla mit vielen technischen Finessen aufwarten. So zum Beispiel die Türgriffe, welche auf Berührung reagieren und aus der Versenkung automatisch ausfahren.

Im Innenraum fällt sofort der riesengroße Bildschirm in der Mitte auf. Zugegeben, am Anfang ist man etwas überfordert, doch mit etwas Übung ist die Bedienung sehr intuitiv und einfach. Der Bildschirm ist so groß wie zwei herkömmliche Tablets, die Darstellung ist ausgesprochen scharf und detailliert. Die Helligkeit kann man übrigens einstellen, damit man nachts nicht geblendet wird. Außerdem gibt es keine Knöpfe bis auf zwei Ausnahmen, die Warnblinkanlage und das Handschuhfach. Die einzelnen Einstellungen wie Sitzheizung, Abblendlicht und Fahrwerk sind relativ leicht zu finden und eigentlich selbsterklärend. Wählt man bei Tesla eine Internetverbindung dazu, kann auch Internetradio gehört oder im Webbrowser gesurft werden. In jenem Bereich, wo in herkömmlichen Autos der Tacho war, befindet sich ein weiteres digitales Display, welches die Geschwindigkeit anzeigt und gleich daneben eine weitere Anzeige zum Thema Energieverbrauch (inkl. der aktuellen Energierückgewinnung beim Bremsen oder Bergabfahren.
Insgesamt ist die Verarbeitung, sowohl außen wie auch im Innenraum, wirklich hervorragend und lässt auch in der Materialanmutung keine Wünsche offen. Da sich der Elektromotor unterhalb der Rücksitzbank befindet gibt es sowohl unter der Motorhaube als auch im herkömmlichen Kofferraum sehr viel Stauraum um komfortabel zu reisen. Gegen Aufpreis gibt es für den Kofferraum im Heck sogar noch zwei Zusatzsitze, die gegen die Fahrtrichtung ausgerichtet sind, jedoch nur Kindern ausreichend Platz bieten dürften.
Benzinkosten Ersparnisse:
„Elektrische Fahrzeuge sind günstiger als benzinbetriebene Fahrzeuge. Durchschnittlich fährt eine Person 13.100 km im Jahr und gibt dafür € 1.200 für Benzin aus. Im Vergleich dazu sind die Kosten für Strom, um das Model S zu laden, über dieselbe Distanz um zehn Mal geringer. Über eine durchschnittliche Besitzdauer von fünf Jahren gerechnet ergibt dies eine Einsparung von ca. € 4.500.
Es wurde ein Benzinverbrauch von 8,0 Litern auf 100 km für ein vergleichbares, benzinbetriebenes Fahrzeug zugrunde gelegt. Weiters wurde der nationale Durchschnittspreis von € 0,21 für eine Kilowattstunde Strom angenommen, 10% Tesla Supercharger Nutzung, welches kostenloses Langstreckenreisen ermöglicht. Die Kosten für ein Liter Premium Benzin wurden mit € 1.17 berechnet über die nächsten 5 Jahre. Elektrofahrzeugbesitzer profitieren zudem von € 140 Steuerersparnis pro Monat.“*
Der Basispreis mit der kleinsten Motorisierung liegt bei 99.500,- EUR bei einer Reichweite von 470km, in 5,4 Sekunden auf 100 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von 225km/h. Die Top Variante mit dem Performancepaket schlägt mit 136.000,-EUR zu Buche. Mit der einen oder anderen Sonderausstattung durchbricht man spielend leicht die 150.000,- Schallmauer. Wie man sieht ist es zwar toll ein modernes Auto eines innovativen Herstellers zu fahren, aber das Vergnügen ist nicht gerade billig. Zumindest noch nicht, denn Tesla arbeitet bereits an einem kleineren und günstigeren Modell. Die ersten Reservierungen liegen hierzu bereits vor. Es gibt also auch bei Tesla Veränderungen und Weiterentwicklungen. Lesen sie zu diesem Thema und der Tesla Giga Factory mehr in unserem nächsten Artikel.

*Quelle: https://www.teslamotors.com/de_AT/models/design

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