Islamische Kindergärten: ÖVP-Anfragenflut an Wiens Bürgermeister Häupl

Michael Häupl wird mit Fragen gelöchter.
Michael Häupl wird mit Fragen gelöchter. - © APA/Helmut Fohringer
Die ÖVP lässt beim Thema islamische Kindergärten nicht locker. Die Schwarzen richten dazu insgesamt 30 Fragen an Bürgermeister Michael Häupl.

Die ÖVP zeigt sich beim Thema Islamische Kindergärten hartnäckig und wird in der Sitzung des Wiener Landtags am morgigen Donnerstag eine Dringliche Anfrage einbringen. Die Rathaus-Schwarzen richten konkret 30 Fragen an Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Häupl (SPÖ). Sie erbeten unter anderem Details zu Kindergartenkontrollen und der Wiener “Jihadistenszene” beziehungsweise Maßnahmen gegen selbige.

Die Anfrage der ÖVP, die der APA vorliegt, bezieht sich freilich vorrangig auf die zuletzt intensiv diskutierte Vor-Studie des Islamwissenschafters Ednan Aslan, die diverse Problemfelder beziehungsweise -entwicklungen ortet. Nach einigem Hickhack haben sich Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) und die zuständigen Wiener Stadträtinnen Sonja Wehsely und Sandra Frauenberger (beide SPÖ) in der Vorwoche darauf geeinigt, eine neue Studie erstellen zu lassen und die Kontrollen der Betreuungseinrichtungen auszubauen.

Was die ÖVP wissen möchte

Die Wiener ÖVP-Mandatare bitten Häupl nun etwa um Auskunft, warum “vor oder auch nach einer Bewilligung eines Kindergartens nicht ausführliche Recherchen über den Träger gemacht” werden, ob künftig die Zahl der Kindergärten “islamischer Prägung” erhoben wird oder – damit beschäftigen sich gleich mehrere Fragen – wie oft und in welcher Weise die islamischen Kindergärten kontrolliert werden. Infos will man auch über Sprachförderung in Kindergärten beziehungsweise Deutschkenntnisse von Pädagogen. Hinterfragt wird auch ganz grundsätzlich: “Warum kann ein islamischer Kindergarten überhaupt eine Zulassung oder Förderung bekommen?”

Die Wiener Schwarzen fragen den Stadtchef zudem nach seinem Informationsstand, “aus wie vielen Mitgliedern sich die Wiener ‘Jihadistenszene’ zusammensetzt” sowie nach Maßnahmen, die die Bundeshauptstadt “gegen die Umtriebe der radikalen Jihadisten in Wien (insbesondere gegen die Anwerbung von Jihadisten)” setzt. Die Dringliche Anfrage wird voraussichtlich erst am Nachmittag behandelt. Sie muss aber spätestens ab 16:00 Uhr debattiert werden.

(APA, Red.)

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