Irmgard Griss: Das sind ihre weiteren Pläne in der Politik

Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss will politisch aktiv bleiben.
Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss will politisch aktiv bleiben. - © APA/Hans Klaus Techt
Die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss hat sich zu ihrer politischen Zukunft geäußert. Partei-Avancen erteilt sie eine Absage.

Die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss, die hinter Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen (Grüne) auf dem dritten Platz landete, hat am Dienstag in Graz bekräftigt, mit einer “offenen Bewegung” politisch aktiv zu bleiben. Einer möglichen Parteimitgliedschaft erteilte sie abermals eine Absage: “Die Unabhängigkeit ist wesentlich für mich. Das will ich beibehalten.”

Eine Kandidatur der Bewegung – wie auch immer diese künftig ausschauen möge – bei einer nächsten Wahl sei nicht ausgeschlossen, sagte die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs bei einer von der ÖVP organisierten Diskussion zum Thema “Wohin steuert Österreich?” mit Politik-Experte Thomas Hofer. Bei ihren Plänen will Griss keinesfalls durch eine “Allianz in einer Partei gefesselt” sein. Damit erteilte sie Avancen der steirischen ÖVP eine Absage, Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg habe nämlich “keine Berührungsängste” mit Griss.

Zwischen den Zeilen: Griss für Van der Bellen

Wen die Grazerin am 22. Mai bei der Bundespräsidenten-Stichwahl ihre Stimme geben wird, wollte sie – wie schon bisher – nicht verraten: “Ich bleibe dabei, denn ich will niemanden beeinflussen.” Sie befürworte jedoch Weltoffenheit und sei gegen Abschottung, jeder könne daraus seine Schlüsse ziehen.

Mit ihrer eigenen “offenen Bewegung” wolle Griss auf Manipulation verzichten: Sie mute den Menschen die Wahrheit zu und wolle keine “Volksverdummung” betreiben. Derzeit sehe sie sich nach “neuen Formen der Bürgerbeteiligung um”, ohne “Missstände wie in Parteien” und nannte etwa die Ämterpatronage als ein großes Übel. Sie stelle sich vor, dass man in ihrer Bewegung Ideen einbringt, diskutiert, Leute zusammenführt und “Demokratie lebendig macht”. Vielleicht ändere sie damit auch andere und erreiche eine neue Kultur bei den Parteien, so ihre Hoffnung.

(APA, Red.)

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