Iran: Verhaftungen wegen Anschläge

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Iran: Verhaftungen wegen Anschläge
Im Zusammenhang mit den Bombenexplosionen in der südwestiranischen Stadt Ahvaz (Ahwas) vor einer Woche sind nach Behördenangaben rund 50 Personen festgenommen worden.

Zu den beiden Anschlägen mit mindestens neun Toten und 46 Verletzten hätten sich mehrere Gruppierungen bekannt, erklärte Abdolrahim Fasilatpur am Montag laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA. Einzelheiten nannte er nicht. Die Regierung in Teheran hat die USA und Großbritannien für die Taten verantwortlich gemacht.

Am vergangenen Dienstag hatte sich eine selbst erklärte arabische Bewegung für die Befreiung von Ahvaz zu den Anschlägen auf eine Bank und das örtliche Büro der Umweltbehörde bekannt. In Ahvaz, der Hauptstadt der ölreichen Provinz Khusistan leben viele Araber, die gegen den Iran opponieren. Teheran zufolge werden sie dabei von den USA und insbesondere von Großbritannien beziehungsweise deren Truppen im nahe gelegenen Irak unterstützt. Auf der irakischen Seite der Grenze sind rund 8.500 britische Soldaten stationiert.

Die Regierung in London hat den iranischen Vorwurf zurückgewiesen, Unruhen in Khusistan zu schüren. Sie beschuldigt den Iran ihrerseits, die Aufständischen im Irak zu unterstützen, wogegen Teheran sich verwahrt hat.

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