Irakische Stammeskämpfer erheben sich gegen IS in Falluja

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In der irakischen Stadt Falluja sind heftige Kämpfe zwischen Stammeskämpfern und Jihadisten der Miliz Islamischer Staat (IS) ausgebrochen. Die Gefechte in der Stadt in der westlichen Provinz Anbar begannen am Freitag mit einem Schusswechsel zwischen Stammeskämpfern und Milizionären der Al-Hisba-Einheit, wie Behördenvertreter sagten.


Die Al-Hisba ist für die Durchsetzung der strengen Auslegung des islamischen Rechts der Scharia der Jihadisten verantwortlich. Ein Polizeioberst sagte, die Kämpfe dauerten im Norden und im Zentrum der Stadt am Abend weiter an. Demnach steckten die Stammeskämpfer, die zu den Stämmen Al-Dschuraisat, Al-Mahamda und Al-Halabsa gehörten, einen IS-Kontrollposten in Brand. Regierungsvertreter sagten, die Kämpfe spiegelten die wachsenden Spannungen wegen der Versorgungsengpässe wider, die aus der Belagerung der Stadt durch die Regierungstruppen resultierten.

Ein Polizeileutnant sagte, Auslöser des Konflikts sei gewesen, dass Mitglieder der Al-Hisba-Einheit eine Frau auf dem Markt ermahnt hätten, weil sie keine Handschuhe trug. Ein Anführer des Al-Juraisat-Stammes sprach von einem Aufstand gegen die Jihadisten und forderte die Regierung in Bagdad auf, den Einwohnern zu Hilfe zu kommen. Falluja ist neben Mossul die einzige große Stadt im Irak, die noch unter Kontrolle der IS-Miliz steht.

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