Internetverbindung: Österreich hinkt bei Glasfaser hinterher

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Österreich hinkt beim Glasfaserausbau deutlich hinterher.
Österreich hinkt beim Glasfaserausbau deutlich hinterher. - © APA/DPA/Peter Kneffel
Österreich hinkt beim Ausbau der Glasfaseranschlüsse europaweit hinterher. Während hierzulande gerade mal 1,1 Prozent der Gebäude Internet über Glasfaser beziehen, sind es beim Spitzenreiter Lettland mehr als die Hälfte.

Österreich liegt beim Versorgungsgrad mit Glasfaseranschlüssen bis zum Haushalt (FTTH) und bis zu Gebäuden (FTTH/B) im internationalen Vergleich sehr weit hinten. Europaweit ist Österreich bei diesen Anschlüssen auf dem letzten Platz. Der Versorgungsgrad mit FTTH und FTTH/B liegt in Österreich laut CMG-AE bei nur 1,1 Prozent. Damit ist die Alpenrepublik hinter Serbien mit 1,4 Prozent letzter in Europa. Zum Vergleich hat der führende Staat in Europa, Lettland, einen Anbindungsgrad von 50,6 Prozent. Das macht weltweit immerhin den zehnten Rang.

EU-Durchschnitt zehn Mal höher

Der EU-Durchschnitt liegt bei 13,9 Prozent. Deutschland ist mit 2,3 Prozent fünftletzter im CMG-AE-Ranking. Weltweit führend sind die Vereinigten Arabischen Emirate mit 94,3 Prozent gefolgt von Katar mit 90,4 Prozent und Singapur mit 90,3 Prozent.

Glasfaser in Österreich APA ©

Hohe Kosten, kaum Leerrohre

Auf die Frage, wieso die Abdeckung in Österreich derart gering ist, hieß es von der RTR zur APA, dass es dafür vielfältige Gründe gebe. Die Kosten für die Verlegung seien hierzulande vergleichsweise hoch, während das Endkundenpreisniveau und die Zahlungsbereitschaft für höhere Bandbreiten eher gering seien. Beispielsweise fehle es verglichen mit anderen Staaten wie etwa Spanien (33,9 Prozent Versorgungsgrad), Portugal (29,1 Prozent) oder Frankreich (14,9) an bestehenden Leerrohren. Vor diesem Hintergrund sei ein schrittweiser Ersatz des Kupfernetzes durch Glasfaser zuerst zum Hauptverteiler, dann weiter zum Kabelverzweiger und teilweise bis zu den Häusern, eher wirtschaftlich vertretbar.

Viele Projekte in der Umsetzung

Ebenso zu berücksichtigen ist laut RTR, “dass die Effekte der Breitbandförderung auf den FTTH-Ausbau oft noch nicht sichtbar sind, das sich viele Projekte noch in der Umsetzungsphase befinden”.

Die kommende 5G-Technologie biete zwar wohl deutlich höhere Bandbreiten an der Luftschnittstelle – aber auch diese seien nur möglich, wenn die Antennen bzw. die Basisstationen mit Glasfaser angebunden sind: “Also wird ein weiterer Glasfaserausbau sowohl im Festnetz als auch als Bassi für den Mobilfunk erforderlich sein”, heißt es am Montag aus der RTR.

(APA/red)

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