Innenminister präsentierte neues Einsatzleitsystem ELKOS

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Sobotka hat große Pläne
Sobotka hat große Pläne - © APA
Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hat große Pläne für das neue Einsatzleit- und Kommunikationssystem (ELKOS), das am Montag in Wien präsentiert wurde. Nicht nur, dass die Helfer bei Anrufen schneller am Ort des Geschehens sein sollen, will man alle Blaulichtorganisationen einbinden und letztlich über eine einzige Telefonnummer erreichbar machen.

Nach einer Ausschreibung hat die Bietergemeinschaft Frequentis-Hexagon-Intergraph den Zuschlag für das 13 Millionen Euro teure Leitsystem erhalten. Dieses wird nun Schritt für Schritt implementiert und im September 2018 in den Echtbetrieb gehen, sagte Sobotka.

Neben dem technischen Fortschritt hat man sich auch eine organisatorische Umstrukturierung vorgenommen. Statt den bisher neun Landesleitzentralen sowie 90 Bezirks- und Stadtleitstellen wird es danach nur mehr eine pro Bundesland geben. Die dadurch frei werdenden Mitarbeiter werden teilweise dort Dienst machen oder andere Aufgaben erledigen.

Polizei, Rettung und Feuerwehr auf Knopfdruck

Wie Michaela Kardeis, Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit, an einem Beispiel klar machte, will man durch diese Umstellung die Einsatzkräfte auch über die bisherigen “Grenzen” der Leitzentralen anfordern und so jene Funkstreifen einsetzen, die am nächsten am Geschehen sind. Durch ELKOS sollen auf den Karten alle Kräfte angezeigt werden sowie die Informationen zum Notfall abrufbar sein.

Durch einen einzigen Knopfdruck kann dann die Polizei auch Rettung oder Feuerwehr anfordern, ohne dass weitere Anrufe notwendig sind. “Hier geht es um Sekunden”, sagte Kardeis. Verstärkungen könnten ebenfalls rascher organisiert sowie Informationen wie Gebäude- oder Einsatzpläne direkt an die Helfer übermittelt werden.

Einfacher und sicherer

Wie Norbert Haslacher von Frequentis ausführte, kann ELKOS bei Bedarf um weitere Module ausgebaut werden, was ganz den Intentionen des Innenministeriums entspricht. In einem ersten Schritt werden nämlich die Niederösterreichischen Feuerwehren eingebunden. “Das ist der Kern für den Anfang, bei dem wir alles testen werden”, meinte Sobotka.

“Ende der Fahnenstange ist das Ziel, es für die Bevölkerung einfacher und sicherer zu machen”, so der Innenminister. Die bisherigen Notrufnummern 122, 133, 144 sowie das europäische 112, das vor allem von ausländischen Gästen verwendet wird, seien gut eingeführt. Durch technische Maßnahmen ließe sich einfach umsetzen, dass alle Anrufer direkt bei ELKOS landen. Und für zukünftige Generationen könne es dann auch eine einzige Notrufnummer für alle Blaulichtorganisationen geben.

(APA)

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