In USA Verhafteter gibt Spionage für Russland zu

Russische Spione lebten in Vorstadtidylle
Russische Spione lebten in Vorstadtidylle - © APA (epa)
Einer der zehn in den USA festgenommenen mutmaßlichen Agenten hat Spionage für den russischen Auslandsgeheimdienst SWR zugegeben. Das geht aus einem Dokument der US-Ermittler hervor, das am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag. In Zypern fahndete die Polizei mit Hochdruck nach einem untergetauchten Verdächtigen.

Die US-Behörden hatten zu Wochenbeginn mitgeteilt, einen möglichen russischen Spionage-Ring zerschlagen und zehn mutmaßliche Agenten festgenommen zu haben. Juan Lazaro, einer der Verdächtigen, gab nach seiner Festnahme zu, für den SWR tätig gewesen zu sein. Das geht aus einem Brief der Ermittler an einen Richter hervor, der über eine Freilassung des Mannes gegen Kaution entscheiden sollte.

In dem Schreiben heißt es, der Verdächtige habe nach eigenen Angaben zusammen mit einer weiteren Festgenommenen, einer peruanischen Journalistin, in einem Haus außerhalb von New York gelebt, das vom SWR gezahlt worden sei. Die Frau übergab der Aussage zufolge im Auftrag des Mannes Briefe an den russischen Auslandsgeheimdienst. Demnach hatte der Mann eine falsche Identität und er stamme auch nicht – wie zuvor behauptet – aus Uruguay. Vor einem Gericht in New York fand ein Haftprüfungstermin für “Lazaro”, dessen mitbeschuldigte Frau und zwei weitere der mutmaßlichen Spione statt.

Zudem wurde in Zusammenhang mit der Spionage-Affäre in Zypern nach einem untergetauchten elften Verdächtigen gefahndet. Alle Häfen und Flughäfen der Insel und die Pufferzone zur Türkischen Republik Nordzypern wurden streng überwacht, wie aus Polizeikreisen verlautete. Der Kanadier könnte versuchen, vom griechisch-zyprischen Teil in das Gebiet im Norden der Mittelmeerinsel zu gelangen. Da die Türkische Republik Nordzypern international nicht als Staat anerkannt wird, bestehen auch keine Auslieferungsabkommen mit anderen Ländern.

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