In Seekirchen entsteht erstes Nachsorgezentrum der Kinder-Krebs-Hilfe

In Seekirchen entsteht erstes Nachsorgezentrum der Kinder-Krebs-Hilfe
Seekirchen – Der Krankenhausalltag und die Zeit der Therapie hinterlassen nicht nur bei krebskranken Kindern, sondern auch bei ihren Eltern und Geschwistern Spuren. Um die Familien beim Weg zurück in ein normales Leben zu unterstützen, wurde heute, Mittwoch, in Seekirchen am Wallersee mit dem Bau des ersten psycho-sozialen Nachsorgezentrums der Kinder-Krebs-Hilfe begonnen.

Die “Sonneninsel” – so der Name des Zentrums – wird auf einem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück unmittelbar am Ufer des Wallersees errichtet. Gebaut werden vier Wohn- und Funktionsgebäude mit Innenhof, in denen bis zu 50 Personen betreut werden können.

In Österreich erkranken rund 280 Kinder und Jugendliche pro Jahr an Krebs. Die Heilungs- und Überlebenschancen liegen laut Kinder-Krebs-Hilfe mittlerweile bei 80 Prozent. Die psycho-soziale Nachsorge wird immer wichtiger. “Wir wollen mit Hilfe von vielseitigen Freizeitangeboten, psychotherapeutischer Unterstützung, Spaß und Freude die Kinder, Jugendlichen und deren Familien zurück ins normale Leben begleiten”, nannte Heide Janik, Obfrau der Salzburger Kinderkrebshilfe, als Ziel.

Seit 20 Jahren gibt es Camps der Kinder-Krebs-Hilfe für Betroffene, um sie dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen, die Ängste zu bewältigen und Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Die “Sonneninsel” gibt diesen Angeboten erstmals in Österreich eine fixe Heimat.

Geplant sind Nachsorge-Programme für betroffene Kinder und deren Geschwister, Angebote für Erkrankte mit speziellen Bedürfnissen, Seminare für trauernde Eltern, Programme für Langzeitüberlebende und deren Eltern, Weiterbildungsangebote und Beratung.

Die Errichtungskosten von 4,5 Mio. Euro werden zum großen Teil durch Spenden finanziert, die die Kinderkrebshilfe gemeinsam mit dem Lions Club aufbringt. Das Land Salzburg stellt einmalig 200.000 Euro zur Verfügung. Auch die laufenden Kosten von 500.000 Euro pro Jahr sollen über Spenden finanziert werden.

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